Das Päckli wird digital Die Post weiss, wann Sie zuhause sind

ZÜRICH - Künftig sollen alle Paket-Zustellversuche der Schweizerischen Post erfolgreich sein. Dazu sammelt die Post bereits jetzt fleissig Daten.

Post-Päckli wird digital: Post sammelt Daten für bessere Zulieferung play
Päckli sollen künftig nicht mehr am Schalter abgeholt werden. CHRISTIAN BEUTLER

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Der Pöstler soll künftig das Päckli dann bringen, wenn der Empfänger auch zuhause ist. Momentan hinterlässt die Post bei einem erfolglosen Zustellversuch noch einen gelben Zettel. Das soll sich ab 2018 ändern. «Ein gelber Zettel ist für uns ein Unfall. Wir wollen das Paket so intelligent machen, dass es immer ankommt», sagt Postlogistics-Chef Dieter Bambauer (58) an einem Medienanlass in Zürich.

Die Schweizerische Post will das Päckli digitalisieren. Dafür sammelt sie schon jetzt fleissig Daten. Der Pöstler speichert mit seinem Scanner, wann ein Zustellversuch erfolgreich war und wann nicht. So lernt die Post immer mehr über ihre Kunden und erstellt von ihnen Profile. «Wir können dann mit dem Kunden Kontakt aufnehmen und ihm vorschlagen, dass der Pöstler beispielsweise nur am Donnerstag kommt», sagt Bambauer.

Die Kommunikation wird automatisiert ablaufen und könnte etwa über E-Mail oder SMS funktionieren. Die Vorteile: Der Kunde muss nicht mehr mit dem gelben Zettel auf eine Poststelle gehen und die Post kann Kosten sparen. Nur: Wird die Post nun zur Datenkrake? «Die Daten sind nicht für die Allgemeinheit. Wir geben sie niemandem heraus», versichert Bambauer. Die Post wolle die Daten nur zur Kommunikation mit dem Kunden nutzen.

Damit das digitale Päckli funktioniert, müssen möglichst viele Kunden bei der Post ein Profil anlegen. Momentan sind rund eine Million registriert. Zur Anmeldung gedrängt werde niemand, sagt Bambauer. «Aber wir wollen den Kunden die Vorteile aufzeigen.»

Wann genau dieser Service 2018 starten soll, ist noch unklar. Ab 2017 wird aber das Päckli bereits ein Stück intelligenter: Kunden können dann während der Zustellung mittels Smartphone die Zeit und die Route des Pakets ändern. Und steuern, wo sie es abholen wollen: Zuhause, am Arbeitsplatz oder vielleicht sogar im Fitnessstudio.

Publiziert am 14.10.2016 | Aktualisiert am 14.10.2016
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23 Kommentare
  • Peter  Antenen aus Witzenhausen
    15.10.2016
    Die Idee mag ja für Leute die viele Pakete bekommen und darauf angewiesen sind, Vorteile bringen. Aber wieder einmal versucht jemand mehr ein Profil von den Kunden zu erstellen. Wir als Bürger sind längst gläsern, aber die Post braucht jetzt nicht auch noch zu wissen, wann ich zu Hause bin. Zudem wer versichert mir, dass die Daten, wann ich eben NICHT zu Hause bin, in falsche Hände geraten. Es gibt auch Leute, deren Interesse es ist, zu wissen, wann jemand nicht daheim ist.
  • Peter  Boehm aus Schliern
    15.10.2016
    Super Idee ! Ich würde mich freuen wenn schon Heute die "intelligente Lieferung" in Kraft wäre !!!
  • Peter  Möckli 15.10.2016
    Abgesehen von den bereits von anderen erwähnten Risiken und Nebenwirkungen, ist doch das Abholen eines Pakets so ziemlich die einzige Gelegenheit für mich, mal so einen Gemischtwarenladen (Poststelle) zu besuchen. Wenn das auch noch wegfällt, wer kauft denn dann den ganzen Plunder, den die Post da anbietet?
  • Marlies  Hess aus Langenthal
    14.10.2016
    Mich stört es nicht das Päckli dann am Schalter abzuholen. Dann sehe ich auch unsere lieben Schalterbeamten/Innen mal wieder und kann guten Tag sagen.
  • Rocco  Martignoni , via Facebook 14.10.2016
    Wir wohnen in ein mehfamhaus mit sechs fammilien,nur wir sind Rentner
    und meistens zuhause ,deshalb nimmen wir im durchschnit 3 Päckli wochentlich entgegen und alle Empfänger sind dankbar, auch der Lieferanten.Aber das weis der Post sicher nicht. Leider sind viele Schweizer Eigensinnig und verlangen zuviel von andere welche unter Angestellte sind ,