Das meint BLICK zum Behring-Urteil Opfer der eigenen Gier und Eitelkeit

Der verurteilte Finanzjongleur Dieter Behring mag ein brillanter Kopf sein. Noch grösser als seine Intelligenz ist aber seine Eitelkeit. Für einen Kriminellen sind das schlechte Voraussetzungen.

5 Jahre und 6 Monaten Freiheitsstrafe: Dieter Behring verlässt heute das Bundesstrafgericht in Bellinzona als verurteilter Mann. play

5 Jahre und 6 Monaten Freiheitsstrafe: Dieter Behring verlässt heute das Bundesstrafgericht in Bellinzona als verurteilter Mann.

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Wird sich der Kommunismus doch noch gegen den Kapitalismus durchsetzen? Kubas Regime glaubt daran. Wird Dieter Behring im Prozess gegen den Schweizer Staat obsiegen? Der Finanzjongleur ist überzeugt davon. Beide, der Castro-Staat und Behring, treten mit dem Slogan «Venceremos» (Wir werden gewinnen) an.

Beide sind stur bis zur Realitätsverleugnung. Und für beide sieht es schiter aus. Kuba ist pleite, Behring muss hinter Gitter.

Doch Behring wäre nicht Behring, würde er nicht bis zum letzten Atemzug weiterkämpfen. Er wird seien Fall bis vor Bundesgericht ziehen. Seine Eitelkeit lässt ihm keine andere Wahl. Das ist seine grosse Schwäche.

Hätte er mit den Millionen aus seinem Betrugssystem nicht so geprotzt und in einem Londoner Restaurant nicht an einem einzigen Abend 100'000 Franken verprasst, die Behörden wären ihm erst viel später auf die Schliche zu kommen.

Insofern muss man Behring dankbar sein: Der Mann ist zwar kriminell, hat aber Unterhaltungswert.

Publiziert am 30.09.2016 | Aktualisiert am 30.09.2016
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4 Kommentare
  • Thomas  Hager aus Luzern
    30.09.2016
    Der ist kein Opfer sondern Täter. Wo würden wir hinkommen wenn man als Rechtfertigung für eine Tat angeben könnte das man eben so ist wie man ist?
  • Andreas  Eidenbenz 30.09.2016
    Demokratie ist mit einer unfähigen Strafverfolgung nicht vereinbar. Vergleich, Bernie Madoff wurde für seinen $50 Milliarden-Betrug nach 6 Monaten zu 150 Jahren Gefängnis verurteilt. Ein Opfer sprach mal, er habe irgendwann mal realisiert, dass nicht der Behring sein Feind ist, sondern die unfähige Staatsanwaltschaft. Ergo, die Schweiz ist kein Rechtsstaat. Punkt.
  • Fritz  Gerber 30.09.2016
    Das ist jetzt aber ein sehr salopp geschriebener Kommentar. Hallo Blick, Super-Helvetismen wie "schiter" passen nicht zu einem grundsätzlich dem Hochdeutschen verpflichteten Medienhaus. Auch und gerade bei Themen, wo sich Abgründe menschlichen Verhaltens öffnen.
    • Andreas  Eidenbenz 30.09.2016
      Der Helvetismus schiter gibt es nicht. Was es gibt ist schitter mit 2t geschrieben.