Das Internet ist schuld Raiffeisen schliesst jede vierte Filiale

ZÜRICH - Mindestens 250 Raiffeisen-Filiale verschwinden in den nächsten fünf Jahren. Weil die Kunden immer mehr Bankgeschäfte übers Internet tätigen, sagt Raiffeisen-Chef Patrik Gisel.

Raiffeisen wird seit Anfang Oktober vom Patrik Gisel geführt. Die Bankengruppe meldete für das vergangene Jahr einen Rekordgewinn. (Archivbild) play
Raiffeisen wird seit Anfang Oktober vom Patrik Gisel geführt. Die Bankengruppe meldete für das vergangene Jahr einen Rekordgewinn. (Archivbild) KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

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«Wir können nicht ignorieren, was in den digitalen Märkten passiert», sagte Raiffeisen-Chef Patrik Gisel an der heutigen Medienkonferenz. «Wir werden bis in fünf Jahren unsere Standorte auf 700 bis 750 reduzieren.» Heute betreibt Raiffeisen rund 1000 Filialen in der ganzen Schweiz. Raiffeisen werde aber auch in Zukunft die Bank sein mit der grössten regionalen Präsenz, sagte Gisel weiter. «Das gehört zu unserem Geschäftsmodell.»

Letztes Jahr fuhr die Raiffeisen-Bankengruppe mit 808 Millionen Franken einen Rekordgewinn ein. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies eine Steigerung von 48 Millionen. Dazu beigetragen hat auch ein Beteiligungsverkauf. Gisel sprach von einem «hervorragenden Resultat». Zum vierten Mal in Folge habe die Bankengruppe den Gewinn gesteigert.

Die Kundeneinlagen stiegen um 8,7 Milliarden Franken oder 6,2 Prozent. Raiffeisen verwaltete Ende 2015 total 207 Milliarden Franken. Bei den Hypotheken wuchs Raiffeisen um 5,2 Prozent. Diese Steigerung liege klar über dem Markt, sagte Gisel. Raiffeisen hält einen Anteil von knapp 17 Prozent im Schweizer Hypothekarmarkt.

Publiziert am 26.02.2016 | Aktualisiert am 10.08.2016
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  • Margot  Annen aus Kaiseraugst
    27.02.2016
    Ja schliesst nur Filialen hoffentlich werden viele Kunden die Bank wechseln.
  • Andreas  Schnetzler 27.02.2016
    Die Raiffeisen war einmal eine Bauernbank und Volksnah ..... Jetzt: Rekordgewinn und Standorte schliessen - so nicht!
    Sonst verlieren sie mich als Kunde, es gibt ja auch noch andere Banken.
  • Heinz  Kuster , via Facebook 27.02.2016
    Hätten sie die Auslandschweizer-Kunden anständiger behandelt und mit dem Unsinn von monatlichen Gebühren von Fr. 30. und mehr ohne Aktivitäten nicht mitgemacht, vielleicht hätten sie hier ein Marktlücke finden können.
  • Marco  Köhl aus Chur
    26.02.2016
    Es ist nicht Chur, sondern betrifft die Täler dort arbeiten viele Hausfrauen wo kaum Ahnung vom Bankgeschäft haben in einer kleinen Filiale, solche kann man man Schließen. Ein Raiffeisen Bankautomat reicht
  • Peter  Kuster 26.02.2016
    Bei insgesamt ca 11000 Arbeitsnehmer triffts dann wohl auch ein Viertel, das wären dann 2500..