Dank Trump «Auto-Papst» prophezeit PW-Boom

Der kommende US-Präsident wird den Automarkt ankurbeln, glaubt Automobil-Experte Ferdinand Dudenhöffer. Die Branche erwartet ein Rekordjahr.

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Die Autobranche hat den Champagner bereits kalt gestellt: «Das Jahr 2016 wird mit weltweit 82,1 Millionen PKW-Verkäufen ein neues Rekordjahr für die Branche werden», sagt «Auto-Papst» Ferdinand Dudenhöffer (65) von der Uni Duisburg.

Auch die Zukunft sieht rosig aus. Für 2017 rechnet Dudenhöffer weltweit mit 84,6 Millionen Neuwagenkäufen (siehe Grafik). Befeuert werden die Verkäufe auch von Donald Trump (70), schreibt der Auto-Expert in seinem Ausblick für das kommende Jahr.

Warum? Da wäre einmal Trumps Versprechen, die Steuern zu senken. «Niedrige Steuern bedeuten bei den ausgabefreudigen Amerikanern mehr Konsum», so Dudenhöffer. Für den künftigen US-Präsidenten wäre es ein Leichtes, die Autoverkäufe anzukurbeln. «Er könnte zeitweilig die Mehrwertsteuer senken oder Abwrackprämien einführen.»

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Trumps Drohung, eine Mauer an der Grenze zu Mexiko hochzuziehen, könnte die US-Autobauer zudem stärken. Denn noch produzieren viele Autohersteller in Mexiko. «Was läge näher, als Zölle für Fahrzeugimporte einzuführen?», fragt Dudenhöffer. Was China könne, sei auch für die USA denkbar. Die Konsequenz: «Die Amerikaner kaufen mehr Autos und deutlich mehr davon aus den USA», prognostiziert der Auto-Experte.

Weniger Umweltschutz?

Nächstes Jahr wollte die US-Umweltbehörde EPA eine Vorschrift zur Halbierung des Benzinverbrauchs bei Autos verabschieden. Doch mit Trump an der Macht ändert sich alles. «Trump hat die Auflösung der EPA angekündigt», so Dudenhöffer.

Der Druck auf die US-Autobauer, effizientere Autos herzustellen, dürfte damit abnehmen. «Die alten Produktionsanlagen um Detroit können daher schnell wieder angeworfen werden», glaubt der Auto-Experte. Dort haben die US-Autobauer jahrelang gutes Geld mit durstigen Motoren verdient.

Insgesamt erwartet Dudenhöffer, dass der US-Automarkt nächstes Jahr um zwei Prozent wächst. Das einspricht 350’000 zusätzlichen Fahrzeugen. Die Wirtschaft dürfte es freuen, Umweltschützer weniger.

Auch China ist für die Autobranche ein Wachstumstreiber. Das OECD erwartet insgesamt ein Wirtschaftswachstum von 6,4 Prozent. «Damit wird China auch im Jahr 2017 wesentlicher Impulsgeber für das Weltautogeschäft sein», so der Auto-Experte.

Publiziert am 09.12.2016 | Aktualisiert am 09.12.2016
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3 Kommentare
  • Wolfgang  Seebacher 09.12.2016
    Weniger Steuern = mehr Geld? Sorry, Milchmädchenrechnung. Weniger Steuern, das gilt nur für die Reichen. Der Mittelstand bekommt dafür vom Staat weniger und hat dank Trump WENIGER Geld für ein Auto zur Verfügung.
  • Markus  Hunziker aus Chur
    09.12.2016
    Also wenn die amerikanischen Hersteller wieder in den USA statt in Mexiko produzieren, wird der Preis steigen. Wenn Einfuhrzölle eingeführt werden, wird der Preis steigen. Wieso sollten also mehr Autos verkauft werden, wenn sie teurer werden? Ich denke, das hat der gute Herr Dudenhöffer nicht ganz fertig gedacht.
  • Rene  Haug , via Facebook 09.12.2016
    Der Autoexperte liegt falsch. Der Durchschnittsamerikaner hat schlicht kein Geld. Wenn Trump sein Versprechen wahr macht und die Subventionen fuer Obamacare schreicht,muessen Millionen auf ein neues Auto verzichten. Und wenn Trump illegale Fremdarbeiter massiv abschiebt bricht der Gebrauchswagenmarkt ganz zusammen. Schon heute sind ueber 50 Prozent der Autobesitzer unter Wasser (Wert des Autos kleiner als die ausstehenden Leasingsgebuehren).