Dank florierendem Werbegeschäft: Facebook wächst, wächst und wächst

MENLO PARK - Vor dreieinhalb Jahren machten sich Anleger noch grosse Sorgen, wie Facebook den Umstieg der Nutzer auf Smartphones verdauen wird. Die Aktie war im Keller. Doch nun brummt das Werbegeschäft des weltgrössten Online-Netzwerks gerade auf mobilen Geräten.

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Werbung auf Smartphones lässt bei Facebook kräftig die Kassen klingeln. Im vergangenen Quartal sprang der Umsatz im Jahresvergleich um fast 52 Prozent auf 5,84 Milliarden Dollar hoch. Den Gewinn konnte das weltgrösste Online-Netzwerk mit 1,56 Milliarden Dollar mehr als verdoppeln.

Facebook hatte Ende vergangenen Jahres 1,59 Milliarden aktive Nutzer weltweit - 40 Millionen mehr als drei Monate zuvor. Nach wie vor greift gut eine Milliarde von ihnen täglich auf Facebook zu.

Werbung macht fast das gesamte Geschäft von Facebook aus, zuletzt lag der Anteil bei 96,5 Prozent. Dabei spielen Smartphones eine herausragende Rolle - nur rund jeder Zehnte sucht Facebook über einen PC auf. Das schlägt sich auch bei den Werbeeinnahmen nieder: 80 Prozent kommen von mobilen Geräten.

Beim Börsengang im Mai 2012 hatten sich die Anleger noch grosse Sorgen gemacht, ob Facebook mit dem Wechsel der Nutzer vom PC auf Smartphones klarkommt. 

Das Online-Netzwerk kam jedoch auf die Idee, die Anzeigen direkt zwischen Einträgen im Neuigkeiten-Strom der Nutzer unterzubringen, statt am Bildschirmrand. Das sorgte am Ende für noch deutlich schnelleres Umsatzwachstum.

Analysten hatten für das vergangene Quartal im Schnitt mit Erlösen von knapp 5,4 Milliarden Dollar gerechnet und waren auch von niedrigeren Gewinnen ausgegangen. Die Aktie stieg nachbörslich zeitweise um mehr als sieben Prozent. 

Facebook wurde wie andere US-Unternehmen auch vom starken US-Dollar gebremst: Ohne die ungünstige Kursentwicklung hätte es ein Umsatzplus von 60 Prozent gegeben, hiess es.

Im gesamten vergangenen Jahr stieg der Umsatz um 44 Prozent auf 17,83 Milliarden Dollar. Der Gewinn legte um gut ein Viertel auf 3,69 Milliarden Dollar zu. (SDA)

Publiziert am 27.01.2016 | Aktualisiert am 27.01.2016
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