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Heute das Treffen mit den Aktionären, gestern 2 Milliarden Franken Gewinn: Der Verwaltungsratspräsident der Credit Suisse, Walter Kielholz, schwebt auf Wolke sieben. Bei seiner Rede nahm sich Kielholz über eine halbe Stunde Zeit, seine Bank im besten Licht zu präsentieren.
«Haben wir jederzeit rechtzeitig und richtig gehandelt? Meistens, aber nicht immer», sagte Kielholz vor den Aktionären. «Gewisse Entscheide waren aus heutiger Sicht nicht die richtigen. Insgesamt jedoch waren die Massnahmen wirksam», so Kielholz und die Aktionäre glauben ihm (siehe Video).
«Mit Zuspitzung der Krise galten wir für viele Kunden als sicherer Hafen», sagt Kielholz. Weil die Bank laut VR-Präsident nie Zweifel aufkommen liess, dass sie die Krise aus eigener Kraft durchstehen könne.
Bei dieser Aussage schielt Kielholz auf die Konkurrenz: «Der Erhalt der Kapitalkraft war aus unserer Sicht entscheidend. Diese Fähigkeit, rasch und flexibel unsere Kapitalbasis zu stärken, hob die Credit Suisse 2008 klar von ihren Konkurrenten ab.»
Krise aus eigener Kraft bewältigt
Kielholz sieht das Bankensystem heute als zweigeteilt: Banken mit Staatshilfe und solche, die alleine über die Runde kamen. Hier sieht er sich auf der Gewinnerseite: «Diese Zweiteilung hat für die Institute, die ohne Staatshilfe auskommen, mehr Vorteile als Nachteile.
Und dann kommt sie, die Stichelei gegen die UBS: «Unsere Kunden vertrauen einer Bank, die die Finanzkrise aus eigener Kraft bestanden hat und die nicht ständig Gegenstand politischer Debatten ist».
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«Meistens, aber nicht immer richtig gehandelt», Walter Kielholz an der CS-GV. (Keystone)