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CS-Berater brauchen für Kundenbesuche im Ausland seit längerem eine Bewilligung. Momentan werde die Reisetätigkeit nach Deutschland sehr restriktiv gehandhabt, bestätigte ein CS-Sprecher Berichte der Zeitungen «Sonntag» und «SonntagsZeitung».
Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft hatte vergangene Woche nach Auswertung einer gestohlenen CD mit Steuerdaten aus der Schweiz 1100 Ermittlungsverfahren eingeleitet. Betroffen seien Kunden der Credit Suisse und auch Mitarbeiter der Bank. Das Anlagevermögen der mutmasslichen Steuerbetrüger summiere sich auf 1,2 Mrd. Euro.
Die deutschen Behörden haben die Grossbank allerdings bisher nicht kontaktiert, auch sind der Credit Suisse keine Vorladungen von Kundenberatern bekannt.
Der ehemalige deutsche Finanzminister Hans Eichel forderte im «SonntagsBlick», die Behörden sollten nicht nur gegen Mitarbeiter, sondern auch gegen die CS vorgehen.
Sollte sich herausstellen, dass Beihilfe zur Steuerhinterziehung ein Geschäftsmodell der Bank ist, müsse ihr die Lizenz in Deutschland entzogen werden: «Will eine Firma die Gesetze des Landes nicht respektieren, kann sie hier nicht tätig sein», sagte Eichel.
Die CS entgegnete dazu: Die Handbücher für die Mitarbeiter im Vermögensverwaltungsgeschäft hielten klar fest, dass keine Mithilfe zur Steuerhinterziehung geleistet werde. (SDA)
Reisestopp: Credit Suisse schickt ihre Kundenberater nicht mehr nach Deutschland.- Keystone