Einigung im Hypotheken-Streit mit USA Credit Suisse bezahlt 5,3 Milliarden

ZÜRICH/WASHINGTON - Schöne Bescherung für die Credit Suisse (CS): Die Grossbank legt den Hypothekenstreit mit den USA mit einer Zahlung von 5,3 Milliarden Dollar bei. Die Deutsche Bank muss sogar 7,2 Milliarden Dollar abdrücken.

Hat sich mit den US-Behörden geeinigt: Credit-Suisse-CEO Tidjane Thiam. play

Hat sich mit den US-Behörden geeinigt: Credit-Suisse-CEO Tidjane Thiam.

Keystone

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Die WTO in Genf zittert Machtlos gegen Trump
2 Doris Leuthard im grossen Interview «Trump kann der Schweiz schaden»
3 Grossbank macht Jagd auf Studentinnen UBS gibt Schminkkurse

Wirtschaft

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
0 shares
24 Kommentare
Fehler
Melden

Kurz vor Jahresende schliesst die CS ein düsteres Kapitel aus der Zeit vor der Finanzkrise ab: Sie hat sich mit dem US-Justizdepartement auf die Zahlung einer Zivilstrafe von 2,5 Milliarden Dollar geeinigt. Zusätzlich entschädigt sie Kunden in den nächsten fünf Jahren mit 2,8 Milliarden Dollar.

Damit kommt die Bank vom Paradeplatz besser weg als befürchtet. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte vor ein paar Tagen berichtet, der CS stehe eine Busse von 5 bis 7 Milliarden Dollar bevor. Die Börse reagierte heute morgen denn auch positiv auf den Abschluss: Die CS-Aktie stieg im frühen Handel zeitweise um mehr als 2 Prozent. Der glücklose CS-Chef Tidjane Thiam kann den Deal als Erfolg für sich verbuchen.

Die Credit Suisse wird in diesem Zusammenhang eine zusätzliche Rückstellung von rund 2 Milliarden Dollar im laufenden vierten Quartal 2016 verbuchen. Die Kapitalbasis dürfte um rund 0,7 Prozent schrumpfen. Die Eigenkapitalquote dürfte gemäss Experten noch immer rund 11,3 Prozent betragen. Eine Kapitalspritze hat die CS damit nicht nötig.

Die Einigung erfolgte in einer Nacht-und-Nebel-Aktion. Der Verwaltungsrat um Präsident Urs Rohner muss den Deal erst noch absegnen. Die definitive Fassung des Vergleichs liegt noch nicht vor.

Der Rechtsstreit bezieht sich auf die Zeit der Finanzkrise und geht bis auf das Jahr 2007 zurück. Wie die anderen Grossbanken hatte die CS damals im Geschäft mit Finanzprodukten mitgemischt, die auf amerikanischen Hypotheken basierten. Nach dem Platzen der Immobilienblase stellten sich diese als weitgehend wertlosen Schrott heraus.

Auch die Deutsche Bank hat eine Einigung mit dem US-Justizdepartement erzielt. Sie zahlt total 7,2 Milliarden Dollar, wobei die Busse 3,1 Milliarden US-Dollar beträgt. Ursprünglich hatte eine Strafzahlung in Höhe von 14 Milliarden Dollar im Raum gestanden, was Sorgen um die Existenz der Deutschen Bank ausgelöst hatte. Diese sind nun vom Tisch.

Publiziert am 23.12.2016 | Aktualisiert am 23.12.2016
teilen
teilen
0 shares
24 Kommentare
Fehler
Melden

24 Kommentare
  • Urs  Meier 23.12.2016
    Sehe ich das richtig? Das ist in etwa soviel wie dieses Casino in der Schweiz Steuern bezahlt?
    Trotzdem allen schöne Feiertage.
  • Urs  Hagen 23.12.2016
    Die EU inkl. die Schweiz zahlt der USA Geld mehr nicht. Ob es Bussen sind oder einfach Gelder für die US Kasse um weiter Kriege zu finanzieren sei dahin gestellt.
  • Ines Maria  Giezendanner aus Viganello
    23.12.2016
    Da muss man sich wirklich ernsthaft fragen, wie sicher ist unser Geld noch bei den Banken ? Wer blutet für diese Milliardenbeträge ? Allein mit noch höheren Konto-Gebühren werden diese Milliarden wohl kaum hereinzuholen sein und mit ehrlichen Geschäften vermutlich auch nicht.
  • peter  hug aus LAmetlla de mar
    23.12.2016
    Jeder Staat sollte seine eigene Bank haben...und dafüe verantwortlich sein...so einfach , und alle Probleme gelöst....
  • Herbert Josef   Buschta aus Salmsach
    23.12.2016
    Wann müssen endlich die blechen, die den ganzen Schlamassel verursacht haben?