Coop und Migros klopfen bei Ferrero an Böse Überraschung!

ZÜRICH - Lässt Ferrero Kinder für sich arbeiten? Nach Vorwürfen britischer Medien fordern Coop und Migros jetzt Erklärungen.

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Rumänische Kinder sollen beim Füllen der Überraschungseier mit Spielzeug beteiligt sein. ddp

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Die Zeitung «The Sun» berichtete diese Woche, dass rumänische Kinder das Spielzeug in die Überraschungseier von Ferrero packen. Die Hygienebedingungen seien katastrophal, die Bezahlung mies.

Das italienische Unternehmen Ferrero, das die Eier tatsächlich von einem rumänischen Subunternehmer befüllen lässt, hat bereits reagiert und nimmt die Vorwürfe unter die Lupe. Die Untersuchungen hätten zwar Unvereinbarkeiten mit Verträgen und Richtlinien zutage gefördert, heisst es in einem Statement. Bis Freitag seien aber keine Beweise für Kinderarbeit aufgetaucht.

Weitere Medienberichte lassen nun Zweifel an der Geschichte aufkommen. Doch die Schweizer Organisation Public Eye, die für die Einhaltung der Menschenrechte kämpft, war über die Vorwürfe der britischen Zeitung wenig erstaunt: «Es würde mich nicht überraschen, wenn der Bericht stimmen würde», sagt Oliver Classen, Sprecher von Public Eye. «Es gab bereits 2013 Hinweise auf ähnliche Fälle in Rumäniens Nachbarland Moldawien.»

Bruch mit Ferrero denkbar

Auch die grossen Schweizer Detailhändler reagieren jetzt: «Wir dulden Kinderarbeit in keinster Weise bei unseren Lieferanten und haben mit Ferrero Kontakt aufgenommen», erklärte Migros-Sprecher Luzi Weber gestern auf Anfrage von SonntagsBlick. Auch Coop hat sich Ferrero zur Brust genommen. Man sei in Kontakt und fordere eine rasche Aufklärung der Vorwürfe, sagt Coop-Sprecher Ramón Gander.

Ein Bruch mit Ferrero ist offensichtlich denkbar. Gander: «Sollten sich die Vorwürfe erhärten, würden wir entsprechende Massnahmen ergreifen.»

Publiziert am 27.11.2016 | Aktualisiert am 27.11.2016
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38 Kommentare
  • Robert  Brunner 27.11.2016
    wir waren 6 Kinder der Vater ist mit 48 an Krebs gestorben. Mutter bekam eine kleine Rente und bekam was vom Sozialamt dazu . Das es uns etwas besser ging haben wir Kinder im Winter gholfen um 05h am Morgen Schnee zu schaufeln weil sie für 50 Fr im Monat so weniger Zins bezahlen musste ,nach dem Mittagessen haben wir Kinder Zeitungen ausgetragen und um 13.30h mussten wir wieder in der Schule sein.Das hat uns Kinder zusammen geschweist bis heute haben wiir noch guten Kontakt zu einander.
  • Stefan  Schmidt , via Facebook 27.11.2016
    Als ob die zwei größten Schweizer Handelsunternehmen tatsächlich die Produkte von Ferrero boykottieren würden. Diesen Markenartikler auszulisten können sie sich auf Dauer nicht leisten und würden damit letztlich nur sich selbst schaden. Die Konkurrenz wird sich über den Kundenzuwachs freuen. Ferrero bei Aldi und Co. und das zum halben Preis. Bitte gern.
  • Samuel  Ettel , via Facebook 27.11.2016
    Klar ist Kinderarbeit ein No Go und dazu für einen Hungerlohn aber der Familie scheint es ja bestens zu gehen, denn steht da im Hintergrund nicht ein kapitaler flat screen TV!?! Und zweitens werden die Kinder wohl kaum dazu gezwungen denn sie sind Zuhause und ihre Mutter anwesend, was heißen wird dass die ganze Familie arbeitet...Man sollte vielleicht darüber nachdenken in was für eine Situation z.B. diese Familie kommen würde wenn man ihnen diese verdienst Möglichkeit wegnehmen würde!
  • Sonja  Zwicker 27.11.2016
    Schuld ist nicht Ferrero, sondern einmal mehr diese unglückselige EU! Länder wie Rumänien und auch andere erfüllen in keinster Weise die "Kopenhagener Kriterien" für einen Beitritt in die EU! Staaten mit z.T. katastrophalen hygienischen Verhältnissen und miserablen Löhnen dürften erst nach Erfüllung ALLER Bedingungen aufgenommen werden!
    Die EU hält sich lieber stur an die Bestimmungen der MEI mit der Schweiz, statt die Gesetze der EU-Mitgliedstaaten einzuhalten!
    • Markus  Hunziker aus Chur
      27.11.2016
      Nein!!! Das hat nichts miteinander zu tun! Da können sie die EU hassen wie sie wollen. Egal ob Ferrero ihre Produkte in oder ausserhalb der EU produziert, sie sind dafür verantwortlich!
  • Carina  König aus Arbon
    27.11.2016
    All diejenigen, die Kinderarbeit toll finden: Wir leben in Europa. Und Rumänien ist zufällig in der EU. Dort ist Kinderarbeit verboten, und das aus gutem Grund.All diejenigen, die als Kinder arbeiten statt zur Schule zu gehen, werden später bei Ihnen als Ungelernt Zuflucht suchen und dann sind Sie doch die ersten, die sagen: solche Leute wollen wir nicht haben. Also für gute Bildung und echte Kindheit sorgen, damit sie später im eigenen Land ihr Geld verdienen.