China-Coup von Nestlé Alibaba und Frau Martello

Nestlé tut sich mit dem chinesische Online-Händler Alibaba zusammen. Den Weg zur neuen E-Commerce-Partnerschaft ebnete Nestlé-Finanz- und China-Chefin Wan Ling Martello (58).

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Nestlé ist neuer Partner des chinesischen Internetgiganten Alibaba. Über dessen Internet-Plattformen wollen die Westschweizer Produkte wie Nido Milchpuder, Damak-Schokolade oder Dolce-Gusto-Kaffeemaschinen an die Chinesen verkaufen – und so auch die ländlichen Gebiete der Volksrepublik erreichen.

Gemäss der heutigen Medienmitteilung wachsen die Online-Verkäufe bei Nestlé derzeit «mehr als 25 Prozent pro Jahr», ein Niveau wird allerdings nicht genannt.

Wer Nestlé kennt, für den ist der Coup mit Alibaba keine Überraschung. Schlüssel zur Partnerschaft ist Wan Ling Martello (58).

Martello ist einerseits China-Chefin bei Nestlé und anderseits nahm sie vergangenen September Einsitz im Verwaltungsrat von Alibaba.

Zusammenschluss von Giganten

Gründer und CEO der Alibaba Gruppe, Jack Ma (51) sagte damals gegenüber Medien: «Da Alibaba global wächst, brauchen wir Unternehmer wie Frau Martello, welche die Internationalisierung vorantreiben und sicherstellen, dass wir erfolgreich sind.»

Ma glaubt offenbar, dass das in Teamwork mit dem weltgrössten Nahrungsmittelkonzern Nestlé klappen könnte. Martellos Einsatz kommt da sehr gelegen.

Denn sie spricht fliessend Chinas Hochsprache Mandarin und war vor ihrer Zeit bei Nestlé für den Online-Handel beim weltgrössten Handelskonzern Walmart zuständig.

Win-Win-Situation

Doch auch für Nestlé ist die Zusammenarbeit ein Gewinn. Der Konzern hatte zuletzt Probleme, weil sich im Land des Drachen die Gewohnheiten der Konsumenten sowie Handelsstrukturen in rasantem Tempo verändert haben. Die Waadtländer reagierten zu langsam darauf.

Mit der Partnerschaft mit Alibaba will Nestlé mehr Online-Umsätze generieren, Kernmarken aufbauen und neue Produkte an Millionen von Konsumenten anbieten.

Publiziert am 19.01.2016 | Aktualisiert am 09.09.2016
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