Bundesrat Merz schreitet zum Gegenangriff

  • Publiziert: 10.04.2009, Aktualisiert: 03.01.2012
play Bundesrat Hans-Rudolf Merz teilt dieses Mal aus. (Reuters)

BERN – Das verbale Gefecht zwischen der Schweiz und der OECD über die graue Liste der Steueroasen geht weiter. Bei der nächsten Sünder-Liste will die Schweiz mitreden.

Nachdem OECD- Generalsekretär Angel Gurría der Schweiz in einem Brief Untätigkeit vorgeworfen hatte, reagierte Bundespräsident Hans-Rudolf Merz energisch.

Die Schweiz werde sich künftig dagegen wehren, wenn die OECD ohne ihre Mitbeteiligung über graue oder schwarze Listen diskutiere. Man wolle bei solchen Sachen mitreden, bekräftigte EFD-Sprecher Roland Meier am Freitag im Namen von Bundespräsident Hans- Rudolf Merz.

Schweiz wird sich mit allen Kräften wehren

Merz habe das am Donnerstag bekannt gewordene Schreiben von OECD-Generalsekretär Angel Gurría zur Kenntnis genommen, sagte Meier weiter. Die Schweiz als OECD- Mitglied habe keinerlei Kenntnis gehabt vom Auftrag der G20 an die OECD, eine Liste von Steueroasen zu erstellen.

Der Bundesrat wolle, wie er schon mehrfach betonte habe, das OECD-Musterabkommen ohne Vorbehalt zügig umzusetzen. Die Schweiz werde sich auch künftig mit allen Kräften dagegen wehren, ohne Einfluss auf qualitative Kriterien eine Evaluation über sich ergehen zu lassen – sei es von der OECD oder von den G20-Staaten. (SDA)

play OECD-Generalsekretär Angel Gurría (Reuters)

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