Mit der Hello erleidet Moritz Suter sein zweites Grounding. Die Karriere des Basler Flugpioniers geht mit einer Bruchlandung zu Ende! Der Manager hinterlässt einen unrühmlichen Leistungsausweis.
Er hat in der Schweizer Luftfahrt vieles bewegt – und ist letztlich immer gescheitert! In den 70er-Jahren gründete der ehemalige Swissair-Pilot Moritz Suter (69) die Crossair. Die Regionalfluggesellschaft wuchs extrem rasch. 1988 musste ihr die Swissair zu Hilfe eilen – in einer Geheimaktion, bei der Suter Kasse machte.
2001 war Suter kurz Chef der taumelnden Swissair – nach 44 Tagen warf er entnervt hin. Keine Chance hatte der populäre Suter 2002, als es darum ging, den ersten Präsidenten der Swiss zu wählen. Er war den Geldgebern, speziell den Banken, nicht genehm.
2004 hob der Basler erneut ab – wieder ab Basel, dieses Mal ganz im Charter- und Wet-Lease-Geschäft (Vermietung von ganzen Flugzeugen samt Personal). Im besten Jahr flog die Hello mit sechs MD-90-Flugzeugen. 2007 lag der Umsatz bei 100 Mio. Franken.
Eine zwiespältige Figur hinterliess Suter 2010/11 als angeblicher Besitzer der «Basler Zeitung».
2010 war ein katastrophales Jahr: Die Hello musste rekapitalisiert werden. Dem Aktionariat der Hello gehören prominente Wirtschaftsgrössen an – so Franke-Besitzer Michael Pieper (66), Medtech-Unternehmer Hugo Mathys (57), Ex-Bankchef Peter E. Merian (61) und in irgendeiner Form die Familie von Christoph Blocher (72). Sie alle haben mit Hello mindestens die 22,1 Millionen Franken Aktienkapital verloren.
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