Populärer als erfolgreich Bruchlandung für Hello-Gründer Moritz Suter

Mit der Hello erleidet Moritz Suter sein zweites Grounding. Die Karriere des Basler Flug­pioniers geht mit einer Bruchlandung zu Ende! Der Manager hinterlässt einen unrühmlichen Leistungsausweis.

  • Publiziert: 22.10.2012
  • Von Roger Baur, Claudia Stahel, Urs Helbling
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Er hat in der Schweizer Luftfahrt vieles bewegt – und ist letztlich ­immer gescheitert! In den 70er-Jahren gründete der ehemalige Swissair-Pilot Moritz Suter (69) die Crossair. Die Regionalfluggesellschaft wuchs extrem rasch. 1988 musste ihr die Swissair zu Hilfe eilen – in einer Geheimaktion, bei der Suter Kasse machte.

2001 war Suter kurz Chef der taumelnden Swissair – nach 44 Tagen warf er entnervt hin. Keine Chance hatte der populäre Suter 2002, als es darum ging, den ersten Präsidenten der Swiss zu wählen. Er war den Geldgebern, speziell den Banken, nicht genehm.

2004 hob der Basler erneut ab – wieder ab Basel, dieses Mal ganz im Charter- und Wet-Lease-Geschäft (Vermietung von ganzen Flugzeugen samt Personal). Im besten Jahr flog die Hello mit sechs MD-90-Flugzeugen. 2007 lag der Umsatz bei 100 Mio. Franken.

Eine zwiespältige Figur hinterliess Suter 2010/11 als angeblicher Besitzer der «Basler Zeitung».

2010 war ein katastrophales Jahr: Die Hello musste rekapitalisiert werden. Dem Aktionariat der Hello gehören prominente Wirtschaftsgrössen an – so Franke-Besitzer Michael Pieper (66), Medtech-Unternehmer Hugo Mathys (57), Ex-Bankchef Peter E. Merian (61) und in irgendeiner Form die Familie von Christoph Blocher (72). Sie alle haben mit Hello mindestens die 22,1 Millionen Franken Aktienkapital verloren.

Beliebteste Kommentare

  • Kurt  Bidi , Bern
    Ja Ja war ein super Redner und könnte sich brilliant verkaufen, rest wissen wir ja.
  • heinz  häusler
    schämen sie sich herr suter , soviele leute haben sie entäuscht und finanziellen schaden zugefügt mit ihrer schauspielerischen taktik. und auch mir als ehemaliges crew mitglied der swissair !

Alle Kommentare (5)

  • Roger  Schatz
    Ich finde nicht, dass man von "gescheitert" sprechen kann, wenn man Europas grösste Regionalfluggesellschaft aufgebaut hat. Die Crossair war immerhin 25 Jahre höchst erfolgreich im Geschäft.
    • Frederick  Hitz , Zürich
      mit massiver Unterstützung der Swissair, sonst wäre die Crossair schon längst pleite gegangen, als sie sich anfangs der 90er übernommen hatte...
      • 22.10.2012
      • als Kommentar auf Roger  Schatz
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  • heinz  häusler
    schämen sie sich herr suter , soviele leute haben sie entäuscht und finanziellen schaden zugefügt mit ihrer schauspielerischen taktik. und auch mir als ehemaliges crew mitglied der swissair !
    • Yves  Ebneter , Coolum Beach
      Sorry... Sutter ist nicht schuld am Untergang der Swissair. Zudem braucht es nicht nur einen CEO. Es gibt da übrigens auch noch einen Verwaltungsrat die Aktionäre und zuletzt das unrühmliche Handeln des Staates. Mann kann keine Firma runterwirschaften alleine. Es braucht immer mehrere Personen dazu. Ebenso kann kein Mann alleine einen Krieg gewinnen. Die Luftfahrt seit der Liberalisierung sowieso ein hartes Pflaster. Jobgarantie hat niemand. Aber Arbeitsplätze schaffen, gerade in CH, ist sehr schwierig. Daher wäre es schön, wenn man sich nicht zu versteift auf eine Person. Man muss immer das ganze Gefüge betrachten. Sutter hat keine Airline gegründet um Leuten zu schaden. Das sollte man bitte bedenken. Urteile nicht über andere bevor du nicht selber min. 1 Tag dessen Schuhe getragen hast.
      • 22.10.2012
      • als Kommentar auf heinz  häusler
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  • Kurt  Bidi , Bern
    Ja Ja war ein super Redner und könnte sich brilliant verkaufen, rest wissen wir ja.

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