Brauereien Bierdurst der Amerikaner beschert Heineken Gewinnplus

Amsterdam/Luzern – Der weltweit drittgrösste Bierbrauer Heineken hat 2015 dank starker Nachfrage aus Amerika mit Marken wie Heineken oder Dos Equis einen kräftigen Gewinnsprung hingelegt. In der Schweiz hält Heineken mit Calanda oder Eichhof rund 20 Prozent Marktanteil.

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Während der Umsatz auch dank des starken US-Dollars um 6,5 Prozent auf 20,5 Milliarden Euro anzog, legte der Reingewinn um ein Viertel auf 1,9 Milliarden Euro zu, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Ohne Sondereffekte wie Abschreibungen auf Beteiligungen und den Verkauf der mexikanischen Verpackungstochter wäre der Gewinn um 16 Prozent auf 2,05 Milliarden Euro gestiegen.

Im vierten Quartal setzte Heineken zwar in seiner grössten Geschäftsregion Europa (-0,7 Prozent) sowie in der Region Asien, Naher Osten und Osteuropa (-3,8 Prozent) weniger Bier ab als im gleichen Quartal des Vorjahres. Eine starke Nachfrage in der zweitgrössten Geschäftsregion Amerika (+7,2 Prozent) und Zuwächse im Asien-Pazifik-Raum (+2,8 Prozent) führten allerdings insgesamt zu einem Absatzplus von 1,5 Prozent im vierten Quartal, ohne den Zu- und Verkauf von Unternehmensteilen.

Im Gesamtjahr 2015 verkaufte Heineken gut 188 Millionen Hektoliter (100 Liter) Gerstensaft, ein Zuwachs von 2,3 Prozent. Zum organischen Wachstum beigetragen haben die Regionen Europa mit 76,6 Millionen Hektolitern (+1,3 Prozent), Amerika mit 56 Millionen Hektolitern (+5,1 Prozent) und Asien Pazifik mit 19,8 Millionen Hektolitern (+6,3 Prozent). Einen Rückgang verzeichnete die Region Afrika, Mittlerer Osten und Osteuropa.

Für 2016 erwartet Konzernchef Jean-François van Boxmeer trotz eines generellen Preisdrucks in der Branche und volatiler Märkte in den aufstrebenden Ländern eine weitere Steigerung von Umsatz und Gewinn.

In der Schweiz ist Heineken seit 1984 präsent und hält einen Marktanteil von 20 Prozent. Damit ist Heineken Switzerland etwa halb so gross wie Feldschlösschen. Doch zum Geschäftsverlauf 2015 sagt Heineken nichts. «Als börsenkotiertes Unternehmen, das in Holland gelistet und konsolidiert ist, machen wir keine Angaben zu spezifischen Märkten», sagte Pressesprecher Urs Frei gegenüber der Nachrichtenagentur sda.

Marken wie Heineken, Eichhof, Calanda, Haldengut, Ziegelhof und Ittinger braut der Konzern an den Standorten Luzern und Chur. Rund 760 Mitarbeitende sind bei Heineken Switzerland angestellt. (SDA)

Publiziert am 10.02.2016 | Aktualisiert am 10.02.2016
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Heineken, die Nummer Drei auf dem weltweiten Biermarkt, erhofft sich trotz Preisdruck auch für das laufenden Jahr steigende Gewinne. (Archivbild) play
Heineken, die Nummer Drei auf dem weltweiten Biermarkt, erhofft sich trotz Preisdruck auch für das laufenden Jahr steigende Gewinne. (Archivbild) KEYSTONE/EPA ANP FILE/KOEN VAN WEEL

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