Blocher, Levrat und Hayek schlagen vor: Boni sollen auf ein Sperrkonto!

  • Publiziert: 11.09.2009, Aktualisiert: 03.01.2012
play Wollen etwas gegen das Wirtschaften der Grossbanken tun: Christoph Blocher, Nicolas G. Hayek und Christian Levrat. (Keystone)

BERN – Ein hochkarätiges Trio versammelte sich heute in Bern, um über die Probleme mit den Schweizer Grossbanken zu debattieren. Christoph Blocher, Nicolas G. Hayek und Christian Levrat lieferten auch gleich Lösungen.

Es wurde hitzig diskutiert im Hotel Bellevue in Bern. Politik und Wirtschaft hatten sich zusammengesetzt, um jetzt aktiv etwas gegen die Krise mit den Schweizer Grossbanken zu unternehmen. Die drei Banken-Musketiere: alt Bundesrat Christoph Blocher, Unternehmer Nicolas G. Hayek und SP-Präsident Christian Levrat.

Mit von der Partie waren auf Einladung der SP Schweiz weitere Kritiker der risikobehafteten Schweizer Grossbanken. Darunter Toni Brunner, Präsident SVP Schweiz, SP-Nationalrätin Susanne Leutenegger Oberholzer, Jean-Daniel Pasche, Präsident der Fédération Suisse de lIndustrie Horlogère FH und Kurt Schiltknecht, a.o. Professor für Volkswirtschaft.

Im Ziel sind sie sich einig: «Die Banken dürfen nicht so gross werden, dass man sie in derartiger Weise retten muss», so Christoph Blocher. Damit spricht er auf das staatliche Rettungspaket für die UBS an. Der SVP-Politiker sieht Gefahren im Wirtschaften der Grossbanken: «Wenn die Grossbanken so weitermachen, geht es auch den anderen an den Kragen. Denn die anderen Banken sind auf diese Grossbanken angewiesen», meinte er.

«Solange die Schweizer Banken die Schweizer Tugenden respektiert haben, funktionierten sie wunderbar», betonte Nicolas G. Hayek. «Hätten die Schweizer Grossbanken nicht mit den USA gewirtschaftet, würden sie heute besser dastehen», doppelte Blocher nach.

«So gehts nicht mehr!», lautete die Forderung der drei Redner. «Wenn die Finma nun Regulierungsvorschläge formuliert, wie die Grossbanken wirtschaften sollen, so müssen wir diese unterstützen», sagte Christian Levrat. Aber es sei überhaupt merkwürdig, dass es die zwei grossen Parteien SP und SVP brauche, um die Finma bei ihren Vorhaben zu stärken.

Die SP und die SVP in trauter Einigkeit? «Nein», so Blocher, «aber in einem sind wir uns einig: Diese Boni-Verteilung, das geht nicht.»

Deshalb hat das Trio Lösungsvorschläge parat. Einen hoben sie besonders hervor: «Wir haben vorgeschlagen, dass Boni auf ein Sperrkonto kommen, solange es der Bank nicht gut geht», sagte Blocher. (spj)

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