Bombardier streicht 7000 Jobs: Wieviele Schweizer trifft es?

MONTREAL/ZÜRICH - Der kanadische Krisenkonzern Bombardier hat letztes Jahr einen Verlust von 5,3 Milliarden Dollar eingefahren. Nun will er 7000 Jobs abbauen. Wie viele der 1000 Bombardier-Angestellten trifft es in der Schweiz?

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Wirtschaft

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PR-Leute sind Meister darin, schlechte Nachrichten geruchsneutral zu verpacken. Der Zug- und Flugzeugbauer Bombardier setzt nun aber neue Massstäbe: Den Abbau von weltweit 7000 Jobs preist er als «Optimierung der globalen Belegschaft» an.

Einen Verlust von 5,3 Milliarden Dollar fuhr Bombardier letztes Jahr ein. Der stammt zwar aus dem Flugzeuggeschäft. Büssen soll nun aber vor allem der Bahnsektor: In der Zugsparte fallen 3200 Jobs weg. 

Das lässt auch in der Schweiz aufhorchen. 1000 Angestellte bauen für Bombardier in Villeneuve, Zürich und Winterthur Züge. Der Umsatz des Schweizer Geschäfts schrumpfte letztes Jahr von 450 auf 384 Millionen Dollar.

Schweiz stehe «nicht im Fokus» 

Wie viele Jobs in der Schweiz verschwinden, ist noch nicht klar. «Die Schweiz steht nicht im Hauptfokus», sagt ein Sprecher. Bombardier Transportation werde in den nächsten Wochen Gespräche mit der Schweizer Personalvertretung führen.

Bombardier hatte vor fünf Jahren den 2-Milliarden-Franken-Auftrag der SBB für den Bau von 59 Doppelstock-Zügen gewonnen. Der erste Twindexx Swiss Express hätte bereits vor zwei Jahren in den Verkehr gehen sollen. Technische Probleme, Planungsfehler und Einsprachen führten aber zu Verzögerungen. Der Einsatz soll ab Dezember 2016 erfolgen.  

Der Umsatz von Bombardier schrumpfte letztes Jahr um 10 Prozent auf 18,2 Milliarden Dollar. Laut Geschäftsbericht ist der Konzern mit knapp 29,9 Milliarden verschuldet. Bei 12,3 Milliarden liegt die Laufzeit unter einem Jahr. Pleitegerüchte liessen die Bombardier-Aktie auf ein Allzeittief sinken. 

Publiziert am 17.02.2016 | Aktualisiert am 31.03.2016
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5 Kommentare
  • Mario  Saluz 18.02.2016
    Das könnte doch mal ein Wink mit dem Zaunpfahl sein. Vielleicht könnte die SBB und die VBZ ihre Fahrzeuge im einheimischen Lager (Stadler Rail) kaufen.
  • Fritz  Müller aus Nähe Basel
    17.02.2016
    Jaja... macht Sinn, da es im Flugzeugbau Verluste gibt, muss man im Bahnsektor Leute entlassen?! Manager, man kann es verstehen, muss aber nicht. So eine schwachsinnige Argumentation hab ich schon lange nicht mehr gehört.
  • Heinz  Both , via Facebook 17.02.2016
    Der untergang europas kommt immer schneller, ausländische konzerne übernehmen, asylanten übernehmen, und und und, vor allem die regierunen träumen weiter!!
    • Rene  Mayenzet aus Udon Thani
      18.02.2016
      Regierungen träumen nicht weiter, dass ist alles so geplant seit Jahren Heiz, dank der USA und deren europäischen Vasallen, allen voran die deutsche Kanzlerin.
  • Aegerter   Fritz aus Luzern
    17.02.2016
    Verkauft weiter alles an die ausländischen grosskonzerne. Und dann wundert euch wenn sie bei UBS sparen.