Börsenbeben: China reisst auch Wall Street ins Minus

NEW YORK - Der Absturz der chinesischen Börsen hat am Donnerstag auch die Wall Street deutlich ins Minus gedrückt. Der zweite Handelsabbruch in Shanghai in dieser Woche und die erneute Abwertung der chinesischen Währung Yuan schürten Sorgen vor einer weiteren Konjunkturabkühlung der nach den USA zweitgrössten Volkswirtschaft.

Der Trend zeigt abwärts: Ein Händler an der Börse in New York rauft sich die Glatze. play

Der Trend zeigt abwärts: Ein Händler an der Börse in New York rauft sich die Glatze.

Reuters

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Die Furcht vor einer schwächeren Nachfrage aus China liess zudem die Ölpreise auf den niedrigsten Stand seit fast zwölf Jahren fallen, was wiederum US-Börsenschwergewichten wie Chevron zusetzte. Die Papiere des Energiekonzerns brachen 3,5 Prozent ein.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 2,3 Prozent tiefer auf 16'514 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 2,4 Prozent auf 1943 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um drei Prozent auf 4689 Punkte. Bereits am Mittwoch hatte die Wall Street auf dem niedrigsten Stand seit Anfang Oktober geschlossen.

Apple schwächelt wegen iPhone-Flaute

Abermals auf dem Verkaufszettel stand die Apple-Aktie angesichts anhaltender Spekulationen über eine geringere iPhone-Nachfrage. Sie liess um 4,2 Prozent nach.

Abgestraft wurden auch die Aktien von Yahoo mit einem Abschlag von 6,2 Prozent. Der kriselnde Internet-Pionier bereitet einem Medienbericht zufolge den Abbau von mehr als 1000 Arbeitsplätzen vor. Abwärts ging es auch für die Anteilsscheine des chinesischen Online-Händlers Alibaba mit einem Kursverlust von sechs Prozent. Yahoo ist an Alibaba beteiligt.

Öl kostet so wenig wie zuletzt 2004

Der Absturz der chinesischen Aktienbörsen und die Abwertung des Yuan schockten die internationalen Finanzmärkte am Donnerstag erneut.

Die automatische Unterbrechung des Handels in Shanghai und Shenzhen brockte den Börsen dort nach einem Kursrutsch von sieben Prozent mit 30 Minuten den kürzesten Handelstag in ihrer Geschichte ein. Die Entscheidung der Börsen, ab Freitag vorerst auf solche Notbremsen zu verzichten, beruhigte die Anleger weltweit etwas.

Die China-Sorgen schlugen auch an den Rohstoffmärkten durch: Der Preis für die Rohölsorte Brent rutschte um bis zu sechs Prozent ab. Mit 32,16 Dollar kostete ein Fass (159 Liter) der richtungweisenden Sorte aus der Nordsee zeitweise so wenig wie zuletzt im April 2004. Der Rohstoff leidet neben den Konjunktursorgen unter einer weltweiten Überproduktion. (SDA)

Publiziert am 07.01.2016 | Aktualisiert am 07.01.2016
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3 Kommentare
  • Othmar   Huber 08.01.2016
    Morgen ist ein neuer Tag! Nach den "dümmsten" Soros Kommentaren sollte sich kein Anleger richten. Das ist wie der Wolf, der die Schafe in seine gewünschte Richtung treib. Er gewinn immer!
  • Manfred  Grieshaber aus Zollikon
    08.01.2016
    Notenbanken werten ihre Währung unter einen wirtschaftlich gebotenen Kurs ab, die Saudis verkaufen Öl unter Produktionskosten. Beide Maßnahmen setzen die Bestimmungen der WTO-Verträge außer Kraft. Wenn aber die Regeln der Wirtschaft nicht mehr befolgt werden kann sich niemand mehr auf zukünftige Verhältnisse einstellen, Angst und Unsicherheit erhöhen die Volatilität an den Börsen. Hier beißt sich die Katze in den eigenen Schwanz, der Fluch der bösen Tat kommt über die Verursacher.
  • Michael  Meienhofer aus Ostermundigen
    08.01.2016
    Dahinter steckt eine gut vernetzte Finanzmafia, die nur wartet bis genügend Milliardenanlagen auf dem Tiefstand sind, dann schlagen sie zu und haben ihre Schnäppchen gemacht. Das Geld ist ja nicht "geschreddert" sondern wechselt zu günstigen Konditionen den Besitzer, gerade in einer Zeit wo Zinsen auf 0 oder Negativzinsen bezahlt werden müssen und sehr viel Geld irgendwo rentabel unter gebracht werden muss. Da helfen auch die agressiven Leitartikel in der Presse mit .