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Ist «very happy»: Credit-Suisse-Chef Brady Dougan (50).<br></br> (Keystone)
Er sei «very happy», sagt der Amerikaner an der Spitze der Credit Suisse, Brady Dougan (50). Das darf er auch: Seine Bank legt mitten in der Krise starke Zahlen vor.
Zwischen August und September macht die CS jeden Tag 26 Millionen Franken Gewinn. Total: 2354 Millionen!
6 von 10 Franken Gewinn kommen aus dem Investment Banking. Die Einheit beschäftigt 19 300 Personen – 500 mehr als Mitte Jahr. Pro Investment-Banker hat die CS im letzten Quartal 90 470 Franken verdient.
Investment-Banker beraten Firmen bei Übernahmen und Fusionen, organisieren Börsengänge und Gross-Kredite für Unternehmen oder Staaten. Zudem handeln sie mit allem, was es an der Börse so gibt: Währungen, Aktien, Optionen, Schuldpapieren. Sie tun das für die Bank selbst oder für Kunden.
Dafür erhalten sie Kommissionen und Gebühren. Oft einen Prozentsatz des Geldes, das sie bewegen. So hat die CS seit Anfang Jahr 5,8 Milliarden verdient.
In dieser Einheit der CS arbeiten 3100 Personen, 100 weniger als Mitte Jahr. Pro Kopf macht die Bank hier 100 320 Franken Gewinn. Also noch mehr als im Investment Banking.
Diese Banker betreuen die Vermögen von institutionellen Kunden: Pensionskassen, Lebensversicherungen, Anlagefonds. Das Ziel: Geld vermehren! Auch hier kassiert die Bank Gebühren und Kommissionen. In diesem Jahr aber nicht genug: Der Verlust beträgt 124 Millionen. Und das trotz über 300 Millionen Gewinn im letzten Quartal.
In der dritten Einheit der CS arbeiten 24 200 Personen – 200 mehr als Mitte Jahr. Pro Kopf schreibt die CS hier einen Gewinn von 35 830 Franken. Das Private Banking ist das Geschäft mit den Reichsten dieser Welt. Mit ihren Vermögen macht die CS viel Geld. Indem sie zum Beispiel weiter ausleiht und dafür Zinsen kassiert.
Auch die Kleinkunden gehören in diesen Bereich. Und damit das klassische Bankgeschäft: Sparbüchlein oder Hypo-Kredite.
Wenn man all dieses von der CS unter dem Strich verdiente Geld durch ihr eigenes Kapital teilt, kommt man aktuell auf eine Eigenkapitalrendite von 25 Prozent. Ein gewaltiger Wert!
Er bedeutet, dass die CS aus 100 Franken Kapital, das ihr anvertraut wurde, innerhalb eines Jahres 125 Franken macht.
Zum Vergleich: Aus 100 Franken, die auf einem CS-Sparkonto liegen, macht die Bank in den gleichen 12 Monaten nur 100.50 Franken.
Trotz der wahnsinnigen Rendite und dem unverschämten Gewinn sinkt die CS-Aktie. Weil die Börse nicht daran glaubt, dass die Bank auch in Zukunft so viel verdienen kann.