Ringier und Springer gründen grösstes Medienunternehmen Osteuropas Blick.ch erklärt den Super-Deal

  • Publiziert: 24.03.2010, Aktualisiert: 19.01.2012

ZÜRICH – Ringier und Springer gründen mit einem Joint Venture das grösste Medienunternehmen Osteuropas. Blick.ch erklärt, worum es beim Super-Deal genau geht und was er für das Medienhaus in der Schweiz bedeutet.

1. Um wie viele Zeitungen geht es eigentlich beim Mega-Deal?

Die neue Firma bündelt 34 Zeitungen, 73 Zeitschriften und über 30 Online-Angebote in Tschechien, Serbien, Polen, Slowakei und Ungarn. Darunter die führenden Boulevardzeitungen in den Ländern. Über 4800 Mitarbeiter werden beschäftigt, der Umsatz beträgt rund 601 Millionen Franken.

2. Warum legen Ringier und Springer ihr Geschäft in Osteuropa zusammen?

Die aufstrebenden Medienmärkte in Osteuropa haben ein riesiges Potenzial. Mit der gemeinsamen Firma schaffen sich Ringier und Springer eine herausragende Marktposition und sind bestens gerüstet für die Transformation der Mediengeschäfte in Osteuropa und die damit verbundenen Investitionen.

3. Ist dieser Deal der erste Schritt in die Richtung, dass Springer Ringier kauft?

Definitiv nicht. Im Gegenteil, mit seinen 46 Printtiteln und 34 Online-Portalen in Osteuropa geht Ringier auf Augenhöhe mit Springer dieses Joint Venture ein. Ringier besitzt 50 Prozent der neuen gemeinsamen Firma, das Schweizer Familienunternehmen Ringier selber bleibt völlig unabhängig und selbständig.

4. Was bedeutet der Deal für Ringier Schweiz, zu dessen Bereich auch BLICK gehört?

Ringier Schweiz bleibt völlig eigenständig mit seinen erfolgreichen Engagements wie BLICK, Schweizer Illustrierte, Illustré, der Media Swiss Gruppe, Good News, Betty Bossi, geschenkidee.ch, Energy Zürich, Sat.1 Schweiz, Teleclub etc. Langfristig hilft das neue Unternehmen in Osteuropa aber auch dem Heimmarkt in der Schweiz, weil Ringier insgesamt massiv gestärkt wird.

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