Coop Drive-in Bisher nur 7-8 Kunden pro Tag

ZÜRICH - Im November 2011 lancierte Coop die erste Drive-in-Station von coop@home. Kunden können so ihren Online-Einkauf direkt am Drive-in abholen. Sieben Monate später ist das Ergebnis dieses Angebots ernüchternd.

  • Publiziert: 05.06.2012
  • Von Karin Müller
play Pilotprojekt des Drive-in am Sihlquai in Zürich. Coop sagt, Geduld sei gefragt. (zvg)

Laut Auskunft von Coop-Sprecher Urs Meier nutzen im Schnitt sieben Personen den Drive-in. Was nicht gerade rentabel tönt bei Öffnungszeiten von 12 bis 20 Uhr.

«Es ist sicher so, dass unsere Erwartungen höher waren. 7 bis 8 Kunden pro Tag tönen nicht nach ­einer grossen Masse. Eine solche wollten und konnten wir in diesem halben Jahr auch nicht anstreben», ­erklärt Pressesprecher Urs Meier.

McDonalds Drive-in hatte auch Startschwierigkeiten

Die Entwicklung des Drive-in sei differenziert zu betrachten. «Wird ein solch neuartiges und innovatives Projekt gestartet, muss man auch ein gewisses Mass an Realismus an den Tag legen.»

Bei diesem Pilotprojekt brauche es einen langen Atem, um Erfolg zu haben. Meier: «Das klappt nicht einfach so über Nacht, auch nicht nach einem halben Jahr.» Die Kunden müssen sich erst an die neuartige Dienstleistung gewöhnen. Auch die ersten McDonald’s-Drive-in in der Schweiz hätten nicht von Beginn weg funktioniert. 

coop@home wächst gewaltig

Grundsätzlich ist coop@home für Coop eine abso­lute Erfolgsgeschichte. «In den ersten vier Monaten konnten wir gegenüber dem Vorjahr im zweistelligen Prozentbereich zulegen», verrät Coop-Sprecher Urs Meier. Aufgrund der grossen Konkurrenz im Home-Shopping-Bereich will Meier die genaue Pro­zentzahl nicht bekannt geben.

Erst kürzlich führte Coop eine Online-Befragung bei Kunden durch. Daraus ging hervor, dass die Onlineshops die Artikel möglichst «greifbar» anzeigen sollen.

Meier präzisiert: «Die Kunden wünschten vermehrt hochauflösende Bilder oder die Möglichkeit, auch die Rückseite einer Weinflasche zu sehen.»

Und was passiert nun mit dem Drive-in? Urs Meier: «Wir beobachten die Entwicklung der Abholstation am Escher-Wyss-Platz und werden im Sommer über weitere Schritte informieren.»

Alle Kommentare (4)

  •   andrea von arx , schweiz
    Wie geil ist das denn? :D schade gibts das bei uns nicht..
    • 05.06.2012
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  • Pascal  Biri , Rothrist , via Facebook
    Haha... wer in Zürich Auto fahren muss hat wohl kaum noch die Nerven in einen Coop Drive In zu fahren.
    • 05.06.2012
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  • peter  vonlanthen
    Das macht doch nichts, wir haben auch so genügend Restaurants in unserer Schweiz! Mit jedem neu eröffneten Lokal gehen anderswo Kunden verloren.
    • 05.06.2012
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    • Michael  Herrmann
      Die Coop Drive-in-Station ist kein Restaurant.
      • 06.06.2012
      • als Kommentar auf peter  vonlanthen
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