Bezahl-App unter Zugzwang Twint verschenkt 50er-Nötli

BERN - Die PostFinance-Tochter Twint will mit grosszügigen Gutscheinen neue Kunden gewinnen. Doch auch an der App wird stark gefeilt. Sie wird baldzur Debit-Karte.

Mit Handy bezahlen: Momentan ist die mit Twint bei Coop möglich - bald folgt auch die Migros. play
Mit Handy bezahlen: Momentan ist die mit Twint bei Coop möglich - bald folgt auch die Migros. Twint

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Der Bezahl-App Twint weht ein rauer Wind entgegen. Denn ab Herbst kann man auch mit der Banken-App Paymit der Konkurrentin SIX an den Kassen bezahlen. Während einer Testphase funktioniert das bei einigen kleinen Läden bereits ab heute. Bisher ging das nur mit Twint mit konventionellen Zahlungsmöglichkeiten und bei der Migros mit der Migros-App – oder

50-Franken-Code: Aber Achtung, er gilt nur für den Online-Einkauf bei Coop@home. play
50-Franken-Code: Aber Achtung, er gilt nur für den Online-Einkauf bei Coop@home.

Die PostFinance-Tochter überlässt das Feld nicht kampflos. Und buttert darum Geld ins Marketing: Um Twint der breiten Masse schmackhaft zu machen, verschenkt das Unternehmen aktuell 50-Franken-Gutscheine für Coop@home bei Einkäufen ab 200 Franken. Vorausgesetzt, der Kunde bezahlt seine Bestellung via App. «Wir erreichen so potenzielle Kunden direkt», sagt PostFinance-Sprecher Johannes Möri. Wie viel die Aktion das Unternehmen kostet, lässt er offen. 

Ist der grosszügige Gutschein ein verzweifelter Schrei nach Aufmerksamkeit? Schliesslicht sieht man beim Einkaufen nicht oft Leute, die mit Twint bezahlen. Viele wissen gar nicht, für was das kleine, leuchtende gründe Gerätchen an der Coop-Kasse überhaupt ist.

Möri winkt ab.«Wir haben bereits eine sechsstellige Zahl von Nutzern, die täglich mehrere Tausend Transaktionen abwickeln». Damit sei man «sehr zufrieden».

Ausgaben der Bank direkt belasten

Vor vier Monaten hat das Unternehmen den Handy-Bezahldienst lanciert. An 12'000 Kassen kann man aktuell mit Twint bezahlen. Die PostFinance-Tochter hat weitere Pläne: «Ab Sommer 2016 wird es möglich sein, das Bankkonto bei Bezahlungen direkt zu belasten», sagt der Unternehmenssprecher. 

Twint funktioniert dann ähnlich wie eine Debit-Karte. Vorausgesetzt, dass die Bank mit der PostFinance-Tochter zusammenspannt. Auch Rabatt-Coupons sollen bald in die App integriert werden. 

Die Schlacht um das Zahlungsmittel der Zukunft nicht nur in der Schweiz geführt. Ganz vorne kämpfen die Tech-Giganten Apple und Google. Wann deren Produkte in die Schweiz kommen, ist unbekannt. 

Publiziert am 02.03.2016 | Aktualisiert am 21.04.2016
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So funktioniert die Bezahl-App der Postfinance

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6 Kommentare
  • Pierre  Glöckli , via Facebook 03.03.2016
    Prima. Wenn ich im überteuerten Coop für 200 CHF einkaufe dann bekomme ich 50 CHF gutgeschrieben. Da muss ich sofort zum Coop!
  • Beni  Mühlebach 03.03.2016
    Die Vorführung war gut, aber der Herr hat ein Brötli gekauft und von der Verkäuferin nur einen Kassenzettel erhalten;-))))
  • Jay  Gerber aus St. Gallen
    03.03.2016
    Eine Bezahl-App, auf die ich erst Guthaben laden muss, werde ich nicht benützten. Da ist vorprogrammiert, dass gerade wenn man an der Kasse bezahlen will, das Guthaben aufgebraucht ist und man aufladen muss. Das braucht dann mehr Zeit statt weniger. Das ist völlig unpraktikabel. Habe Twint ausprobiert, aber das ist völliger Blödsinn mit dem Guthaben welches man erst laden muss. Der Zahlbetrag soll direkt vom Konto abgebucht werden. Alles andere ist einfach Quatsch.
  • Niko  Cord 03.03.2016
    Die Schweiz hinkt beim mobilen Bezahlen weit hinterher. Wenn ich in China bin brauche ich Alipay und WeChat Pay. Ein Grossteil der Geschäfte, Taxis, Restaurants aber auch Online Shops dort akzeptieren diese Zahlungsmethode, und viele nutzen sie. Auch in China wird mit Rabatten gekämpft. Ad-absurdum wurde das bei Bezahlung in der Taxi-App geführt: man konnte während Wochen praktisch gratis Taxi fahren.
  • Hans  Hagu 02.03.2016
    Kein Wunder benutzt niemand die App, wenn sie nicht einmal für Windows 10 Mobile verfügbar ist :-)
    • Jay  Gerber aus St. Gallen
      03.03.2016
      Wer hat denn schon Windows 10 Mobile? :)