Bevor all die Amis die Insel entdecken Schweizer stürmen Kuba

Unterkünfte und Mietwagen sind auf Kuba praktisch ausverkauft. Viele wollen den karibischen Inselstaat noch vor der befürchteten Amerikanisierung entdecken. Gewisse Reisebüros nehmen gar keine Buchungen mehr entgegen.

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Dem garstigen Schweizer Winter entfliehen und die Wärme Kubas geniessen? Keine Chance! Reisen nach Kuba sind praktisch ausgebucht. Und zwar auf Monate hinaus. Der Grund für den Run auf den karibischen Inselstaat: «Viele Europäer wollen Kuba noch vor dem grossen US-Sturm besuchen», sagt Nick Gerber, Produktverantwortlicher von Globetrotter, zu BLICK.

Zudem würden nach der Aufhebung des US-Embargos schon jetzt mehr Amerikaner auf die Insel reisen. «Die Preise für Mietwagen und Unterkünfte sind enorm gestiegen», so Gerber. Amis, die möglichst als erste nach Kuba wollen, treiben die Preise des sowieso schon knappen Angebotes nach oben.

In die Nebensaison ausweichen

Gerber rät seinen Kuba-Kunden darum, möglichst sechs Monate im Voraus zu buchen. Oder in der Nebensaison im Mai oder Juni zu reisen. «Und den Nachteil der doch sehr heissen Reisezeit in Kauf zu nehmen.»

Schweizer Reisende stehen offenbar auf den Charme der alten Barockpaläste in Havanna und die alten US-Strassenkreuzer. Diese sind rollende Zeitzeugen des Handels- und Wirtschftsembargos, das die USA 1959 gegen das kommunistische Regime von Fidel Castro aussprach. 2014 kündigte die US-Regierung im Zuge der Wiederaufnahme der politischen Gespräche an. Am 16. Januar 2015 traten erste Lockerungen der Beschränkungen in Kraft. 

Dieses «alte» Kuba wollen viele Schweizer noch einmal erleben. Von einem veritablen «Kuba-Boom» redet Anja Dobes, Sprecherin von Hotelplan Suisse. «Die Reisenden wollen das ursprüngliche Kuba jetzt noch erleben», sagt sie. Unterkünfte und Mietwagen seien kurzfristig nicht mehr zu bekommen. «Ab April und Anfang Mai stehen die Chancen für Rundreisen und Aufenthalte in der Hauptstadt Havanna wieder besser», sagt die Dobes zu BLICK.

Auf Monate hinaus ausgebucht

Kuoni Schweiz nimmt bis im April keine neuen Buchungen für Privat- und Mietwagenrundreisen auf Kuba mehr entgegen. «Viele wollen das Land offenbar noch vor der befürchteten »Amerikanisierung« erleben und entdecken», sagt Kuoni-Sprecher Marcel Schlatter.

Ähnlich tönt es bei Tui Suisse. «Die besten Hotels und Ressorts auf Kuba sind auf Monate ausgebucht», sagt Sprecherin Bianca Schmidt. «Nur wer sehr flexibel ist, kann noch kurzfristig Ferien buchen.»

Publiziert am 08.02.2016 | Aktualisiert am 10.02.2016
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  • Silvano  Polinetti aus unterseen
    09.02.2016
    Zum Glück waren wir vor 9 Jahren für drei Wochen in Kuba.
    Badeferien kombiniert mit einer einwöchigen,selbstorganisierten rundreise per Auto.Absolutes Highligth.
    Damals kein Buchungsstress wegen besetzten Hotels,nicht mehr zu mietenden Autos etc.