Berner Blick-Leserin Margot P.* schockiert iPhone 6 explodiert

ZÜRICH - Nach Samsung droht jetzt auch Apple ein Desaster wegen explodierender Akkus. BLICK-Leserin Margot P. aus Bern hatte Glück im Unglück.

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Zwei verkohlte iPhones innert wenigen Tagen: Nachdem Samsung wegen Explosionsgefahr sein neuestes Flaggschiff-Handy zurückrufen musste, machen Berichte über explodierte Apple-Smartphones in den USA die Runde. Auch Blick.ch berichtet über die beiden Fälle. Dadurch wurde Leserin Margot P.* (48) aus Kehrsatz BE hellhörig. Vor kurzem sei auch ihr iPhone 6 (Bild) explodiert. Sie ist noch immer geschockt. «Ich hatte unendliches Glück. Das hätte böse enden können», sagt P. zu BLICK.

Nach den USA wird damit der erste Fall bekannt, dass in der Schweiz ein iPhone der neueren Generation Feuer fing.

«Zum Glück war es über Nacht nicht im Schlafzimmer»

Laut BLICK-Leserin P. passierte es am Sonntagmorgen vor einer Woche. Sie lag noch im Bett, als es im Zimmer nebenan knallte. «Ich bin wahnsinnig erschrocken», sagt P. Sie stand auf, öffnete die Tür – der ganze Raum war voller Rauch. Dann sah sie ihr verschmortes iPhone. Ein Totalschaden. «Zum Glück hatte ich es über Nacht nicht im Schlafzimmer auf dem Nachttisch.»

Ihre Vorsicht war ihre Rettung. Zum Aufladen lässt P. das Handy extra in einem anderen Zimmer, auf einem stabilen Holzwürfel. Und schaut, dass keine schnell brennbaren Gegenstände in der Nähe sind. «Das hätte einen Wohnungsbrand auslösen können.»

Original-Akku im Gerät

Warum ihr eineinhalb Jahre altes iPhone explodierte, kann sie sich nicht erklären. «Das Handy war nicht beschädigt. Es wurde vorher auch nie heiss.» Es sei noch der Original-Akku im Gerät, zum Aufladen benutzte sie jeweils das originale Ladegerät.

Langsam verfliegt ihr Schock. Doch der Ärger mit Apple bleibt. Beim Support sagte man ihr, dass sie einen persönlichen Berater erhalte. Bis jetzt erreichte sie ihn nie – weder mit Anrufen noch per E-Mail. «Ich bin von Apple enttäuscht», sagt P., die ebenfalls ein iPad, einen iMac und AppleTV besitzt. Wo bleibt die Kulanz? Wo eine Entschuldigung?

BLICK fragte bei der Schweizer Vertretung des iPhone-Konzerns nach: «Apple wird sich umgehend mit der Kundin in Verbindung setzen, um den Vorfall und das Gerät zu untersuchen.» Stellung nehmen zum explodierten Gerät will Apple derzeit nicht. Ihnen sei aber bisher kein solcher Fall aus der Schweiz bekannt, heisst es.

Verbrennungen dritten Grades

BLICK berichtete immer wieder über brennende Handys. Meistens waren sie jedoch nicht im Originalzustand oder von Billiganbietern. Ein krasser Fall ereignete sich vor drei Jahren: Der damals 18-jährigen Fanny Schlatter aus La Chaux-­de-Fonds NE explodierte ihr Samsung-Handy im Hosensack. Sie erlitt einen Schock und Verbrennungen dritten Grades.

Batterie-Experte Marcel Held (52) untersuchte damals den Fall. «Das Problem war, dass sie keinen originalen Samsung-Akku im Gerät hatte», sagt er heute zu BLICK. Dass aber ein iPhone explodiere, sei ihm noch nie begegnet. Möglich sei es dennoch: «Es kann im Gerät einen internen Kurzschluss geben.» Das komme vielleicht bei einem von zehn Millionen Akkus vor. P. aus Kehrsatz traf es. Sie hatte Glück im Unglück.

*Name der Redaktion bekannt

Publiziert am 06.10.2016 | Aktualisiert am 25.11.2016
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21 Kommentare
  • Hugo  Wirz 06.10.2016
    Was hier auffallen sollte: Während andere Firmen (z.B. Samsung) sofort freiwillig reagieren und weltweit Rückrufaktionen starten, um weitere Schäden zu vermeiden - und dies auch in vollem Bewusstsein, dass ein Reputationsschaden entstehen könnte, hüllt sich der überhebliche Apfel in Stillschweigen und Abwiegelung: "das ist ja nur einmal in der CH passiert" / "Das muss ein Zufall sein" / "Wir müssen da zuerst einen Experten schicken" ect.
    Habe von dieser Firma auch nichts anderes erwartet...
  • Edy  Aepli , via Facebook 06.10.2016
    Also ehrlich, hundertdausende solcher Geräte in der Schweiz in Betrieb und eines explodiert - es ist zu hoffen das nichts schlimmes passiert, aber bis jetzt wars wirklich "im Rahmen".
  • Peter  Joachim , via Facebook 06.10.2016
    Dass diese Akkus nicht ganz ohne sind, hat man ja im Zusammenhang mit Flugunfällen auch schon gesehen. Ich erinnere mich an Fälle, da stand die Ladung, bestehend aus Akkus im Fokus der Ermittler. Schade nur, dass es mittlerweile Akkus gibt, die besser und sicherer sind, aber noch nicht eingesetzt werden.
  • Aleksandar  Pavic , via Facebook 06.10.2016
    Datenlösung; also über WLAN zum Beispiel? Sie wissen schon das WLAN Netze im Mikrowellenbereich strahlen, nur abgeschwächt? Mein Handy ist immer im Flugmodus über Nacht und am Tag trage ich einen Kopfhörer zum telefonieren damit da Handy nicht direkt am Kopf ist !
  • Monika  Tschüss aus Emmetten
    06.10.2016
    Ich lade mein Handy auch in der Küche auf der Granitplatte, jeweils über Nacht. Generell sollten Geräte mit Akkus nicht auf brennbarem Untergrund oder im Schlafzimmer über Nacht sein. Das allein schon wegen der GSM Handy Strahlung von bis zu 2 Watt im Gigaherz- bereich. In Goggle unter " 10 mal weniger schädliche Strahlung " findet Ihr wie die Strahlung reduziert werden kann. Zum Beispiel mit Data Abos und IP Telefonie.