Bei Rückforderung von Kreditkartengebühren Swiss droht Kunden zu blockieren

Zusätzliche Gebühren bei Kreditkartenzahlungen seien nicht erlaubt, sagen Mastercard und Visa. Die Swiss aber verrechnet munter weiter. Die Airline überlegt sich nun, jene Kunden nicht mehr zu bedienen, welche die Gebühren zurückfordern.

Swiss droht Kunden bei Kreditkartengebühren-Rückforderung mit Blockade play
Wer bei der Swiss mit Kreditkarte bucht, zahlt nach wie vor eine Gebühr drauf. Keystone

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Es ist nicht gerade kundenfreundliches Verhalten. Die Swiss belastet bei Ticketbuchungen eine zusätzliche Gebühr, wenn jemand mit Kreditkarte bezahlt. Sie beträgt 1,65 Prozent des Ticketpreises, maximal aber 30 Franken.

Dabei handelt es sich um Gebühren, welche die Kreditkartenlizenzgeber Mastercard und Visa vor einem Jahr eigentlich verboten hatten. Die Kreditkartenherausgeber stellen für die Rückforderung sogar Formulare zur Verfügung. Damit können Kunden innert 30 Tagen die zu unrecht belastete Gebühr zurück verlangen. Auch die Swiss erstattet auf Begehren der Kunden die Gebühren zurück. 

Rückforderung sei «unrechtmässig»

Trotzdem sagt nun die Fluggesellschaft dem SRF-Konsumentenmagazin «Espresso», sie erachte diese Rückforderungen als «unrechtmässig». Das will die Fluggesellschaft scheinbar nicht auf sich sitzen lassen. Die Swiss prüfe nun Massnahmen, so der Bericht.

Die Airline droht: «Beispielsweise könnte die Rückforderung der Gebühr zur Folge haben, dass ein Kunde keine neuen Tickets mehr buchen kann, bis er den offenen Betrag bezahlt.» Das heisst, wer sich die Gebühr von der Swiss zurückerstatten lässt, ist aus Sicht der Airline Geld schuldig. Solange diese Schuld gegenüber der Swiss nicht beglichen ist, will sie dem Kunden ihre Dienste verweigern.

Streichung der Gebühr ist keine Option

Rund um das Thema herrscht ein heilloses Hickhack. Den Zahlungsverkehr für die Swiss erledigt die Firma Concardis. In der Sendung sagt ein Sprecher des Unternehmens, dass das Verrechnen von zusätzlichen Kreditkartengebühren regelkonform sei. Visa hingegen besteht nach wie vor darauf, dieser Nachteil sei zu vermeiden.

Gar keine Option für die Swiss ist jedenfalls die Streichung der Kreditkartengebühren. Die Airline habe sie erst 2011 eingeführt, um die Kunden an den Kosten der Kreditkartenzahlungen zu beteiligen, so eine Sprecherin zu BLICK. Sollte diese Gebühr wegfallen, hätte das Auswirkungen auf den Gesamtticketpreis. (ogo)

Publiziert am 31.08.2016 | Aktualisiert am 02.11.2016
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52 Kommentare
  • Beat  Schuler 31.08.2016
    Es scheint, dass sich Swiss es im Moment noch leisten kann, Kunden auszusperren. Gut möglich dass sich das noch ändern wird. Für mich geht dieses Thema wieder einmal unter die Rubrik Kurzfristiges Managerdenken bzw Gewinnoptimierung
  • peter  schneiter 31.08.2016
    Riesengeschrei wegen den paar Franken. Ich buche wenn möglich immer Swiss. Habe festgestellt, dass die Preise und vor allem die Flugzeiten moderater sind als beispielsweise Air Berlin. (Wir reden da nur von Europa)
  • Fliederotto  Silkonbort aus Rheintal
    31.08.2016
    Was soll das Geschrei? Die Preise müssen ja immer inklusive allen Zuschlägen genannt werden und somit muss diese Gebühr eingerechnet sein - oder aber darf nicht erhoben werden. So gesehen alles klart. Wenn Lufthansa dies so will dann fliegen wir halt was anders. Rauf und runter kommen alle!
    • Markus  Schweizer 31.08.2016
      Den Deutschen schieben wir sicher kein Geld in den allerwertesten! Punkt um Schluss! Abzockerei gilt den Kampf angesagt! Alle sollen die Gebüren zurück verlangen. Und wen sie Passagiere ablehnen wegen sowas, dan befeinden sie sich auf dem rechtlichen Glatteis. Dan wird die Lufthansa mit einer Sammleklage auf einige Milliarden verklagt. Mal schaun was den Deutschen günstiger kommt
  • Stilz  Rumpel 31.08.2016
    Kann ich überhaupt einen Flug OHNE Kreditkarte bezahlen? Mir ist das nicht bekannt.
  • Stilz  Rumpel 31.08.2016
    Kann ich überhaupt einen Flug OHNE Kreditkarte bezahlen? Mir ist das nicht bekannt.