Behörden schnüffeln: Staaten fordern mehr Facebook-Daten

Facebook hat im ersten Halbjahr 2014 weltweit 34'946 Anfragen von Behörden auf Herausgabe von Nutzerdaten erhalten. Das ist ein Anstieg um 24 Prozent im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2013.

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Im gleichen Zeitraum stieg demnach die Zahl der Inhalte, die auf Wunsch der Behörden aus dem Netz genommen wurden, um 19 Prozent.

In der Schweiz blieb die Zahl der Anfragen gegenüber der Vorjahresperiode entgegen dem weltweiten Trend stabil, wie einer eigens dazu eingerichteten Internetseite von Facebook zu entnehmen ist. Wie schon im ersten Halbjahr 2013 gab es in der ersten Jahreshälfte 2014 insgesamt 32 Anfragen. In einem Viertel der Fälle wurden die Daten gemäss Facebook ausgehändigt.

Vor einer Herausgabe von Daten prüfe Facebook bei jeder Anfrage genau, ob diese ausreichend rechtlich begründet ist, heisst es weiter. Die Anfrage eines Gerichts in New York habe das Unternehmen beispielsweise wegen Unverhältnismässigkeit zurückgewiesen. Das Gericht hätte die Herausgabe sämtlicher Daten von 400 Nutzern gefordert.

Auch Google veröffentlicht seit geraumer Zeit regelmässig Daten darüber, wie oft welche Behörden weltweit an welchen Daten interessiert sind. Der Kurznachrichtendienst Twitter hatte zuletzt gegen die US-Regierung geklagt. Für eine bessere Transparenz für seine Nutzer will der Dienst mehr Details zu den Anfragen veröffentlichen, als bislang von den Behörden erlaubt. (sda)

Publiziert am 05.11.2014 | Aktualisiert am 05.11.2014
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