Banken Valiant-Präsident Bucher mahnt Banker zur Bescheidenheit

BERN - BE - Der Valiant-Präsident Jürg Bucher kritisiert die hohen Saläre und Boni in seiner Branche. «Die Banken müssen bescheidener werden», sagt er im Interview mit der Online-Ausgabe der Zeitung «20 Minuten».

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Banken seien Intermediäre. «Sie bringen Leute, die Geld anlegen, mit solchen zusammen, die einen Kredit brauchen. Man muss sich als Bank nicht allzu wichtig nehmen», sagt er.

Valiant wolle sich neu positionieren. Sie sieht sich als typische Retail- und KMU-Bank. Eine neue Unternehmenskultur und ein passendes Lohnmodell, welches die Boni der Topmanager beschränkt, gehen einher damit. «Man kann nicht von hehren Werten sprechen, dann aber ein Lohnmodell haben, das geradezu zum Eingehen der Risiken einlädt», sagt er.

Er selbst verdiene mit einem Fünfzig-Prozent-Pensum rund eine halbe Million Franken. Dies sei halb so viel wie der Konzernchef der Valiant Bank. «Das Verhältnis stimmt also», sagt er. Bei Verlusten würde die Entschädigung des Verwaltungsrates sinken. «Dies, obwohl in solchen Zeiten der zeitliche Aufwand am grössten ist», sagt Bucher.

Bucher ist seit 2013 Verwaltungsratspräsident der Valiant Bank. Zuvor war er Chef der Post und früher Chef der PostFinance. Die Regionalbank Valiant wurde 2012 von der Finanzmarktaufsicht Finma gerügt, weil sie den Aktienmarkt manipuliert hatte. Die Banker wollten sinkende Kurse abfangen. Valiant schluckte die Rüge.

In früheren Interviews sagte Bucher, Valiant erhole sich langsam vom Reputationsschaden. Auch den Steuerstreit mit den USA hat die Bank beigelegt. Sie bezahlte eine Busse von 3,3 Millionen Dollar. (SDA)

Publiziert am 05.01.2016 | Aktualisiert am 05.01.2016
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