Bald darf man Insekten legal essen Bei Coop gibts bald Grillen

Insekten sind in der Schweiz noch nicht als Lebensmittel zugelassen. Das ändert sich im Frühling. Coop will dann Mehlwürmer, Grillen & Co. ins Sortiment aufnehmen.

Suppe mit Mehlwürmern – die Zutaten dazu gibts demnächst alle im Coop. play
Suppe mit Mehlwürmern – die Zutaten dazu gibts demnächst alle im Coop. Essento

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Doris Leuthard im grossen Interview «Trump kann der Schweiz schaden»
2 Grossbank macht Jagd auf Studentinnen UBS gibt Schminkkurse
3 SmartShuttle-CEO Daniel Landolf (57) «Chauffeure braucht es noch...

Wirtschaft

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
10 shares
23 Kommentare
Fehler
Melden

Zwei Milliarden Menschen auf der Welt verzehren regelmässig Insekten. Nun möchte auch der Grosshändler Coop auf diesen Zug aufspringen und sein Sortiment mit essbaren Insekten vergrössern. 

Momentan sind diese in der Schweiz rechtlich nicht als Nahrungsmittel zugelassen. Das wird sich voraussichtlich im Frühjahr 2017 ändern, wenn die neue Lebensmittelverordnung in Kraft tritt. Diese soll den Verzehr von Heuschrecken, Grillen und Mehlwürmern und deren Vertrieb in Schweizer Lebensmittelläden erlauben.

Coop von Anfang an dabei, Migros wartet

Sobald das Gesetz gilt, wird Coop Insekten in die Regale stellen, bestätigte der Grossverteiler gegenüber «20 Minuten». Möglich macht das eine Zusammenarbeit mit dem Schweizer Start-Up Essento. Die Jungunternehmer haben im Oktober schon das Insektenkochbuch «Grillen, Heuschrecken & Co.» mit 50 Rezepten auf den Markt gebracht und halten regelmässig Verkostungen und Vorträge.

Die Migros-Genossenschaft wollte am Samstag keine Stellungnahme geben, ob auch sie ihr Angebot anpasst. 

Besser für die Umwelt

Laut einem Bericht der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Uno werden die proteinhaltigen Insekten in den meisten Kulturen aufgrund ihres Geschmacks und nicht mangels Alternativmöglichkeiten gegessen.

Hinzu kommt, dass Insekten weniger Ressourcen brauchen als konventionell gezüchtete Tiere. Die Zucht von Insekten produziert somit bis zu 100-mal weniger Treibhausgase als die Aufzucht von Rindern und auch bei Futter, Platz und Wasserverbrauch wird bei Insekten gespart. 

Publiziert am 06.11.2016 | Aktualisiert am 11.11.2016
teilen
teilen
10 shares
23 Kommentare
Fehler
Melden

23 Kommentare
  • Marion  Jost aus Schönenwerd
    07.11.2016
    Hochinteressant wie hier sich jetzt einige äussern... aber gegen Schnecken habt ihr nichts? Und es wird niemand gezwungen Insekten zu essen, das ist jedem selber überlassen! Also kommt wieder etwas runter!
  • Annemarie   Setz 06.11.2016
    Besser endlich das sinnvoll verwenden, was im Ueberfluss vorhanden ist. Muss Coop, um neuzeitlich und "umweltfreundlich" zu wirken, jetzt tatsächlich Insekten, die es bei uns kaum mehr in Freiheit gibt, einführen oder züchten lassen. Ein Werbegag, sonst nichts....Ist wohl sicher verboten für Veganer, ist ja Fleisch!
  • Hugo  Wirz 06.11.2016
    Erinnert ihr euch an den Shitstorm, der vor 2 Jahren losgetreten wurde wegen dem nicht-schweizerdeutschen Slogan "jetzt chame grille" (statt "grillieren").
    Jetzt, wo Coop Grillen zum grillieren verkauft, können sie den "falschen" TV-Spot getrost wieder hervorholen: Ist 2017 wieder top aktuell...
  • Victor  Fletcher aus Meilen
    06.11.2016
    Die Grossverteiler sollten besser schauen, dass der Verkauf von Lebensmitteln welche jetzt schon zur verfügung stehen besser gehändelt wird, damit weniger entsorgt werden muss! Statt dessen werden nun wieder einige Produkte mehr in die Regale gestellt nach denen praktisch keine Nachfrage besteht um danach noch mehr wegzuwerfen oder zu zweckentfremden!
  • Rumpelstilzli  B. aus B.
    06.11.2016
    Muss denn bei uns wirklich ALLES erhältlich sein, oder wird uns das von der Wirtschaft aufgedrängt? Geht es drum den Umsatz anzukurbeln, oder unsere Gäste vom Süden artgerecht zu ernähren? Es ist schon interessant, wie die Industrie stets weiss, was gesund ist und uns gut tut!
    • Neu  Tral 06.11.2016
      Ich werde von dem Angebot Gebrauch machen, da Mehlwürmer gut schmecken und bedeutend gesünder sind als jeder konventionelle Snack, den man kaufen kann.
      Nur weil sie sich nicht dafür interessieren, heisst das noch lange nicht, dass es niemanden interessiert.
    • Marion  Jost aus Schönenwerd
      07.11.2016
      Der Kunde entscheidet selber ob er oder sie es kauft, Herr Rumpelstilzli, egal ob es Ihnen gefällt oder nicht! Aufdrängen tut niemand was, wenn es gekauft wird, ist es nun mal so!