Autos denken jetzt mit Audi schafft das Fliessband ab

Statt auf dem Förderband fahren die Autos in der Montage neu automatisch jene Fertigungsinseln an, die gerade frei sind.

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Stellen Sie sich vor, in der Migros oder im Coop gäbe es nur eine Kasse. Die Schlange davor wäre riesig. Gut, dass sich in den meisten Supermärkten die Kunden auf verschiedene Kassen aufteilen: Sie stehen immer dort an, wo die Schlange am kürzesten ist.

Genau gleich läuft es neuerdings in den Werken von Autobauer Audi. Das Fliessband, wo Staus entstehen können, hat ausgedient. Jetzt suchen sich die Autos im Bau diejenige von total 200 Fertigungsstellen aus, wo es gerade am flüssigsten läuft.

Bisher nur beim R8

Dazu fahren die Karosserien auf intelligenten Wägeli zu einzelnen Montageinseln. Dort bauen, je nach Arbeitsschritt, Menschen oder Maschinen das nächste Teil ins Auto.

Bisher produziert Audi erst den Audi R8 im süddeutschen Neckarsulm in einer solchen Smart Factory. Als Nächstes wird die Methode in einem Motorenwerk in der ungarischen Stadt Györ getestet. In der Bildergalerie oben sehen Sie, wie das im Innern der Fabrik aussieht.

Vorteile für Konzern und Mitarbeiter

20 Prozent produktiver will Audi damit werden. «Wir würden es nicht machen, wenn es teurer wäre», zitiert das deutsche «Manager Magazin» Vorstand Hubert Waltl (58). Zudem könne der Konzern so viel schneller auf neue Kundenwünsche reagieren.

Die Revolution im Autobau hat aber nicht nur Vorteile für die Konzernfinanzen, sondern auch für die Mitarbeiter: Sie können flexibel entscheiden, wann sie Pause machen. Sie müssen ihr Tempo nicht mehr an jenes des Laufbands anpassen. Und vorbei ist es auch mit der Angst, dass das ganze Förderband stehen bleibt und Verluste entstehen, wenn es mal ein Problem gibt. (kst)

Publiziert am 30.11.2016 | Aktualisiert am 30.11.2016
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2 Kommentare
  • Hans  Blattmann 30.11.2016
    Was nützt einem das nun als Endkunde? Die Autos werden dadurch nicht um 20 Prozent günstiger oder besser werden. Der VAG Konzern wird gekonnt diese 20 Prozent in noch mehr Werbung / Hirnwäsche investieren. Wer bezahlt denn so viel für eine Plastikwüste, wenn es auch BMW oder Benz gibt?
    • Werner  Stauffacher 30.11.2016
      Geehrter Blattmann, Sie haben nicht verstanden, was das Hauptgeschäft von VW ist. Erstens hat der Konzern eine eigene Bank. Zweitens ist VW in der Finanzindustrie tätig. Drittens dient der Verkauf von Autos vor allem der Mittelbeschaffung. Und viertens ist der Staat (NRW) nicht zu knapp an VW beteiligt. Na, noch Fragen?