Autohersteller denken um VW macht jetzt auf Tesla

ZÜRICH - Der deutsche Branchenprimus baut bis zu 30’000 Jobs ab und reisst das Steuer radikal herum. Vorbild ist der US-Autobauer Tesla.

Autohersteller denken um: VW will Tesla kopieren play
E-Golf: Volkswagen will stärker auf Elektroautos setzen. Timothy Pfannkuchen

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Als Elon Musk (45) sich anschickte, mit Tesla die Autobranche zu revolutionieren, haben die etablierten Autohersteller nur gelacht. Heute setzen sie alles daran, um Teslas Vorsprung aufzuholen.

Einen radikalen Kurs schlägt nun Volkswagen ein. Nach dem Diesel-Skandal will der Konzern stärker auf Elektromobilität setzen – bis zu 30’000 Stellen dürften deshalb in den kommenden Jahren weltweit wegfallen (BLICK berichtete). So sollen die Kosten um rund vier Milliarden Franken pro Jahr sinken.

Einen Teil der Einsparungen will VW in die Digitalisierung und die Entwicklung von Elektromotoren investieren. Dadurch sollen rund 9000 neue Jobs entstehen. Entlassungen sind im sogenannten Zukunftspakt, den die Konzernleitung und der Betriebsrat am Freitag vorgestellt haben, nicht vorgesehen. Auch sollen keine Standorte geschlossen werden. 

Düstere Wolken über dem Volkswagen-Konzern

VW-Markenchef Herbert Diess (58) betonte: «Dieser Pakt ist für Volkswagen ein grosser Schritt nach vorne, sicherlich einer der grössten in der Geschichte des Konzerns.» Bisher sei VW für den Wandel nicht gewappnet gewesen. Bei der Produktivität habe man an Boden verloren, bei der Rendite sei der Konzern weit abgeschlagen. «Volkswagen muss schnell wieder Geld verdienen und sich für den Zukunftssturm wappnen.»

Und Konzernchef Matthias Müller (63) betonte: «Der Zukunftspakt ist das grösste Modernisierungsprogramm in der Geschichte unserer Kernmarke.» Er ermögliche vor allem einen Transformationsprozess hin zu den Zukunftsthemen Elektromobilität und Digitalisierung. 

E-Autos holen auf

Wie andere Hersteller sieht sich Volkswagen mit gewaltigen Veränderungen auf dem Automarkt konfrontiert. Experten schätzen, dass im Jahr 2025 der Anteil von E-Autos bis zu einem Viertel der Neuwagen ausmachen könnte.

Auch Erzrivale Toyota will deshalb sein Engagement bei Elektroautos ausbauen. Der japanische Konzern gab unlängst die Gründung einer internen Entwicklungsabteilung bekannt. Er hat sich bisher im Bereich der alternativen Motoren vor allem auf Fahrzeuge mit Wasserstoffantrieb konzentriert, nahm unlängst aber die Entwicklung von Elektroautos stärker ins Visier. (bsh/SDA)

Publiziert am 19.11.2016 | Aktualisiert am 20.01.2017
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6 Kommentare
  • Ruedi  Voser 19.11.2016
    Was ist denn jetzt wieder nicht recht? Zuerst das Geschrei um die Umweltverschmutzer mit Verbrennungsmotor und jetzt ist das Elektroauto auch nicht gut. Klar wird es noch andere Energien geben. Und das Herumgehacke auf VW. Die machen hervorragende Produkte von VW, Audi, Porsche, Lamorghini bis zum Bentley. Oder wollt ihr lieber Ami Schrott? Klar das mit dem Dieselskandal war nicht ok, Da haben die Amis natürlich eine blütenreine Weste oder?
  • Roland  Wyler 19.11.2016
    Elektroauto als solches wird sich nicht durchsetzen. Solarenergie - Wasserstoff - Brennstoffzellen. Das ist der Antrieb der Zukunft. Geht noch einige Zeit aber dann ist es Realität. Trinkbares Wasser als Abfallprodukt der natürliche Kreislauf eben. Alles andere ist nicht ökologisch. VW sind und bleiben Betrüger .
  • Ha  Meier aus Zürich
    19.11.2016
    Vor einem Jahr war VW noch total gegen das Elektroauto. Interessant wie schnell die Windrichtung wechseln kann, wenn man sieht, dass einem die Felle davon schwimmen.
  • Lexa  Miersig-Loosli 19.11.2016
    Es gibt seit 135 Jahren Elektroautos. Das erste wurde von Gustav Trouve 1881 gebaut. 1899 wurde gar ein Geschwindigkeitsrekord aufgestellt (100kmh). Es gab bis 1912 über 550 verschiedene Automarken. Erst mit dem Benzin verschwanden die E-Autos. Wer die weitere Entwicklung dieser sauberen Fahrzeuge verhinderte oder Patente aufkaufte, kann man nur erahnen.
  • Renato  Maila aus Ber
    19.11.2016
    Solange es keine normierten und an üblichen Tankstellen per Roboter in wenigen Minuten auswechselbare Batterien gibt wird sich das Elektroauto nicht im grossen Stil durchsetzen.
    • M  Müller aus Zürich
      19.11.2016
      Mit den heutigen E-Autos machen Sie locker 400-500km. Ich muss nach dieser Zeit Pinkeln und Hunger habe ich wie meine Batterie auch. Wo ist das Problem der Ladezeit? Nebenbei, kann mein E-Auto zuhause noch eine Batterie für die Energiewende sein.