Das gab es seit der Finanzkrise nicht mehr China mit 7,7 Prozent weniger Exporten

PEKING, CHINA - Die chinesischen Exporte sind im Jahr 2016 erneut geschrumpft. Die Ausfuhren fielen um 7,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr und damit so kräftig wie seit Ausbruch der Weltfinanzkrise nicht mehr.

Erneuter Rückgang 2016: China leidet unter schwächelnden Exportzahlen play
Die chinesischen Exporte sind im letzten Jahr überraschend stark zurückgegangen. KEYSTONE/AAP IMAGE/JULIAN SMITH

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Graubünden knapp geschlagen Die beliebtesten Skigebiete der Schweiz
2 BLICK in die neuen Google-Büros am Zürcher HB Ein WC für Frau, Mann...
3 Am WEF hielt der US-Vizepräsident seine letzte Rede Biden warnt vor...

Wirtschaft

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
2 shares
Fehler
Melden

Chinas Exportwirtschaft leidet. Im Jahr 2016 fielen die Exporte um 7,7 Prozent gegenüber 2015, die Einfuhren sanken um 5,5 Prozent.

«Der Trend zur Anti-Globalisierung wird immer offenkundiger, und China ist das grösste Opfer dieses Trends», sagte der Sprecher der Zollbehörde, Huang Songping, heute in Peking.

Die Volksrepublik befürchtet, dass es unter dem neuen US-Präsidenten Donald Trump noch schwieriger wird. «Wir werden die Handelspolitik genau verfolgen, wenn Trump sein Amt als Präsident angetreten hat», sagte Huang. Der Republikaner hat wiederholt Strafzölle auf Billigimporte aus Ländern wie China ins Spiel gebracht.

Gefahr Handelskrieg

Auch die scheidende US-Regierung unter Präsident Barack Obama legte erst in dieser Woche Beschwerde gegen China bei der Welthandelsorganisation WTO wegen Subventionen für Aluminium ein. Die Volksrepublik exportiert in die USA rund 251 Milliarden Dollar mehr, als sie von dort importiert. Auch wenn der Handelsüberschuss damit um rund zehn Milliarden Dollar niedriger ausfällt als 2015, dürfte das an der Kritik Trumps wenig ändern.

«Trumps Handelspolitik dürfte US-Unternehmen motivieren, ihre Fabriken aus China zu verlagern», erwarten die Ökonomen des Finanzhauses ANZ in einer Analyse. Manche Experten befürchten einen Handelskrieg zwischen den beiden weltgrössten Volkswirtschaften. »Schon ein 'Krieg der Worte' könnte die Zuversicht von Investoren eintrüben - und zwar nicht nur in den USA und China, sondern weltweit», warnt eine Studie von BofA Merrill Lynch. (SDA)

(SDA)

Publiziert am 13.01.2017 | Aktualisiert am 13.01.2017
teilen
teilen
2 shares
Fehler
Melden