Aussenhandel China wehrt sich gegen EU-Strafzölle auf Stahlprodukte

Peking – China hat die von der EU verhängten Strafzölle auf Stahlerzeugnisse als «unfair und unzumutbar» kritisiert. Sein fünfprozentiger Anteil am europäischen Stahlmarkt würde der Industrie in der Europäischen Union «nicht ernsthaft schaden».

Aussenhandel: China kritisiert EU-Zölle auf Stahlprodukte play
Chinesische Arbeiter hantieren mit Stahl. (Archiv) KEYSTONE/AP CHINATOPIX

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So wurde ein Sprecher des Handelsministeriums in einer am Sonntag veröffentlichten Stellungnahme der Behörde zitiert. «Die Grundursache des europäischen Stahlproblems ist nicht der Handel, sondern das schwache Wirtschaftswachstum», hiess es darin weiter.

Zur Abwehr von Billigimporten aus China hatte die EU am Freitag weitere Strafzölle verhängt. Auf warmgewalzte Stahlerzeugnisse, die zum Beispiel bei der Produktion von Rohren und beim Schiffsbau Verwendung finden, müssen ab sofort Antidumping-Aufschläge von bis zu 22,6 Prozent des Preises gezahlt werden.

Für ebenfalls betroffene Grobbleche werden sogar Strafzölle eingeführt, die zwischen 65,1 und 73,7 Prozent liegen. Sie kommen zum Beispiel beim Bau von Brücken, Ölplattformen oder Windkraftanlagen zum Einsatz.

Die neuen Antidumping-Aufschläge sollen heimische Hersteller vor unlauterer Konkurrenz schützen und werden mindestens sechs Monate lang gelten, hatte die EU-Kommission mitgeteilt. Sie ergänzen eine Reihe anderer Strafzölle auf Stahlerzeugnisse aus China. (SDA)

Publiziert am 09.10.2016 | Aktualisiert am 10.10.2016
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