Ausländer meiden unsere Jugis Auch die Billigsten sind zu teuer

Trotz Gästerückgang aus dem Euroraum und Fernmärkten ziehen die Schweizer Jugendherbergen eine positive Jahresbilanz. Bald gibts schweizweit WLAN auf den Zimmern.

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Fast 11 Prozent beträgt der Logiernächte-Rückgang bei den europäischen Gästen. Die Zahl der Logiernächte aus Asien ging um 10 Prozent, jene aus Australien sogar um 28 Prozent zurück. Dennoch ziehen die Schweizer Jugendherbergen (SJH) eine positive Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr 2016.

Denn: Bei den Logiernächten der einheimischen Gäste steht ein leichtes Plus von 0,7 Prozent. Die Schweizer sind und bleiben die mit Abstand grösste Gästegruppe. Ihr Anteil beträgt heute 66,5 Prozent. Zweitgrösste Gruppe sind Gäste aus Deutschland (8,5 Prozent), auf Platz drei folgt Südkorea (4,4 Prozent).

 

Dennoch ging die Anzahl der Logiernächte unter dem Strich um 3,1 Prozent auf 723’951 zurück. Der Umsatz der eigenen 46 Betriebe sank um 1,3 Prozent auf 46 Millionen Franken. Das macht im Schnitt pro Jugi noch eine Million Franken Umsatz jährlich. 2014 waren es noch fast 30’000 Franken mehr.

Gratis-WiFi für die Zimmer

Immerhin: die Jugi-Gäste blieben im Schnitt länger. Das dürfte auch 2017 so bleiben. «Wir sind optimistisch und stellen bereits einen deutlichen Zuwachs der eingegangenen Buchungen fest», sagt SJH-CEO Fredi Gmür. 

Hoffnung macht Gmür auch die für Juni 2017 geplante Eröffnung einer Jugi in Crans-Montana VS. In Bern fiel der Startschuss für den Um- und Neubau der Hauptstadtjugi (Eröffnung im Frühling 2018). Zudem wird das Angebot erweitert: Im letzten Jahr startete die Ausrüstung der Jugi-Zimmer mit kostenlosem WLAN. «Der grosse Umbau ist im laufenden Jahr geplant», sagt Gmür.

Man habe die richtigen Schritte eingeleitet, um den gleichbleibend schwierigen Bedingungen zu begegnen. 

Publiziert am 10.01.2017 | Aktualisiert am 10.01.2017
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21 Kommentare
  • Levin  Nagy , via Facebook 10.01.2017
    Bei ab 25 €uro B&B in Hostel Maverick Budapest in ein alte Palast beim direkt am Elisabethbrücke Pest sind die Zimmer 2-4-8 mit solo Betten ständig gut belegt..Warum ? Weil die Preis/Leistung stimmt ! Was sollen diesen Apotheker & Monopolpreise in unser Jugis..? Klar ,kommt niemand genau wie in die CH-Campings ,ausser ein paar gutbetuchten Rentrer..Etwas ist da schiefgelaufen aber brutal..Ein 0.5 liter Minaral für 5 Stutz..NEIN ,Danke !
  • Jürg  Greiff 10.01.2017
    Bin seit Jahren Mitglied bei den Jugis, besuche sie immer wieder und auch sehr oft und bin noch nie in Bezug, Service, Komfort und Freundlicheit enttäuscht worden. Selbst im Ausland wird man zuvorkommend bedient.Was will man mehr, auch die besten Hotels biegten nicht mehr, als man wirklich braucht.
  • Rees  Keller aus Basel
    10.01.2017
    Ich habe das Preis-Leistungsverhältnis in den Jugis eigentlich nie als zu hoch empfunden. War jahrelang beim Aufbau von Konzertbühnen beschäftigt und übernachtete dabei immer im Yourhostel Zürich. Für diese 42 Franken (4er-Zimmer), erhielt ich ein üppiges Frühstück, einen Service, der zu jeder Tages- und Nachtzeit sehr freundlich, zuvorkommend war und, manchmal auch Extrawünsche erfüllt hat.

    Dazu lernte ich sehr viele junge, interessante Menschen aus aller Welt kennen ...
  • Alois  Amrein 10.01.2017
    Für den Preis, den man in der Schweizer Jugi für ein Kajütenbett bezahlt (bis 46 Fr.), bekommt man im benachbarten Ausland ein Doppelzimmer. Und das Wifi erst jetzt installiert wird, zeigt, wie rückständig man in der Schweiz in manchen Bereichen ist. Bin grad in Vietnam, bezahle 8 US$ für ein grosses Doppelzimmer, bestes Wifi inbegriffen.
    • Reto  Benzli 10.01.2017
      Und ich habe in der Jugi in München 260 Euro für eine Nacht für 2 Erwachsene und 2 Kinder bezahlt...
    • Meyer  Hans 11.01.2017
      Schweizer Preise mit Preise in Vietnam vergleichen, dass ist wie Äpfel und Birnen zu vergleichen ? Verdienen Sie auch wie eine Vietnameser Herr Amrein ?
  • Fleissiger  Büezer 10.01.2017
    Ein Land welches sich zunehmend fremdenfeindlich verhält, muss sich nicht wundern, wenn die Fremden nicht mehr kommen. Früher waren Schweizer überall beliebt, und das Land halt etwas teurer. Heute ist das Land teuer und "Schweizer" auch nicht mehr beliebt, also wen wundert es, dass die Gäste ausbleiben. Ich würde auch nicht in so ein Land reisen. Aber die Fremden-Hetzer in diesem Land werden sicher eine Erklärung haben, warum halt der Gast schuld ist (wie bei der Arbeit der fremde Mitarbeiter).