Ausgerechnet mit einer App Täxeler greifen Uber an

ZÜRICH - Taxifahrer haben genug von Uber-Chauffeuren, die ihnen Kunden wegschnappen. Jetzt gehen sie in die Offensive und lancieren eine eigene App. Auch die Preise werden sinken.

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Was haben sie geflucht, die Schweizer Taxifahrer! Als Uber in der Schweiz startete, haben sie Demos organisiert gegen den US-Fahrdienstvermittler, sind hupend und im Schritttempo durch Städte gefahren. Haben gleich lange Spiesse gefordert. Alles für die Katz. Uber ist noch immer da. 

Jetzt schlagen die Taxifahrer zurück. Sie greifen Uber mit seinen eigenen Mitteln an – einer App. Taxi Live heisst sie und wird in Zürich lanciert. «Wir sprechen damit vor allem Fahrer an, die an keine Zentrale angeschlossen sind», sagt Roland Höhn, Sprecher der Taxi Sektion Zürich. Allein in der Limmatstadt gibt es 800 solche Fahrer. Schlägt die App ein, ist eine Expansion in andere Städte geplant.

Der Fahrer zahlt eine Gebühr von zwölf Prozent pro vermittelte Fahrt. Bei Uber muss er 20 bis 30 Prozent abliefern. «Die Preise für den Kunden liegen 40 Prozent unter dem Zürcher Höchsttarif», verspricht Höhn.

Konkret: Zur Grundtaxe von vier Franken kommen drei Franken pro Kilometer und ein Franken pro Minute Wartezeit. «Diese Preise sind nahe an der Schmerzgrenze der Fahrer. Aber sie können so noch ein gutes Einkommen erzielen.» Noch tiefere Preise könne man nicht anbieten, sonst seien die Täxeler auf Unterstützung des Sozialamts angewiesen.

Mit der App sehen neu auch Kunden klassischer Taxis auf dem Handy, wo sich ihr Fahrer befindet. Den Obulus können sie per Kreditkarte oder in bar entrichten. «Im Gegensatz zu Uber sammeln wir keine Kundendaten», so Höhn. Die Fahrer von Taxi Live brauchen einen Taxiausweis und einen Wagen mit Fahrtenschreiber. Anders als bei Uber Pop, wo jeder mit seinem Auto Fahrten anbieten kann.

Publiziert am 16.12.2016 | Aktualisiert am 05.01.2017
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8 Kommentare
  • François  Wiget aus Zürich, Schweiz
    17.12.2016
    Die Stauzeiten sind im Raum Zürich sehr hoch. Es kommt oft vor, dass man eine Stunde braucht, um 10Km zu fahren, was im Toyota Prius 90.00 kostet. In Paris kostet die gleiche Strecke halb so viel und erst noch mit der Mercedes E Klasse. Uber ist deshalb in der Schweiz die klar bessere Wahl und zudem erfüllt Uber eine sozialpolitisch wichtige Aufgabe, er gibt den Working Poor und Arbeitslosen die Möglichkeit ihre Einkommen aufzubessern, ohne gleich ein Drittel an den Staat abgeben zu müssen.
  • Reto  Scherraus-Fenkart aus S. Tome
    17.12.2016
    endlich hat die Branche gemerkt, dass man mit Hupen und Verkehrblockieren NICHT weiterkommt. Gut so. Ähnliche apps kenne ich aus anderen Ländern, sie funktionieren meist hervorragend und sind fuer Kunde und Dienstleister eine grosse Hilfe. Bitte nicht vergessen, Taxis SIND ÖV und vielerorts nicht wegzudenken (zB NYC!). Dass diese Branche durch eine INNOVATIVE Konkurrenz bei uns jetzt aufgemischt wurde, war einfach höchste Zeit (q.e.d.!!!). Das Internet bringt NEUES, und das ist schlicht GUT SO !
  • Pierre  Koella 17.12.2016
    Es ist Zeit, dass etwas Bewegung in die Branche kommt. Man sieht nun doch langsam, dass der Preis zu hoch ist und dass es viel zu viele Taxis hat die herumstehen. Schauen sie nur die lange Warteschlange am Flughafen von Genf ? Konkurrenz bringt bessere Bedingungen füt alle !
  • Erwin  Tust 17.12.2016
    In Bern sind die Taxipreise noch höher, obwohl die Einwohner hier weniger verdienen. Ich wünsche mir schon lange, dass Uber auch in Bern seine Dienste anbietet. Bern ist DIE Taxihölle der Schweiz!
  • Thomas A.  Wicky 17.12.2016
    Eigentlich eine Frechheit, was sich die Täxeler erlauben. Kommt mal eine Konkurrenz auf den Platz, sehen sie den Grund und wollen dann plötzlich billiger fahren können, weil der normalsterbliche Mensch halt doch rechnen kann. Zudem denke ich persönlich, es gibt doch viel zu viele Taxis auf der ganzen Welt, warum diese rumstehen sollte nun jedem Menschen klar sein. Die Preise sind ganz einfach viel zu hoch und viele Menschen können und wollen sich dieses Geld nicht mehr nehmen. Gute Fahrt mit ÖV.
    • Marcel  Stierli aus Mérida, México
      17.12.2016
      Wieso soll das eine Frechheit sein? Kommt Konkurrenz auf, wird man innovativ. Sie wären der Letzte, der einen Service billiger anbietet wenn es nicht nötig ist. Jetzt ist es nötig und dann passiert was. Ist bei der Telekom so, beim Einzelhandel etc. etc.