Ausgerechnet in Holderbank AG LafargeHolcim baut 130 Stellen ab

HOLDERBANK AG - Der Zementkonzern LafargeHolcim verschlankt seine Konzernstruktur und baut in diesem Zusammenhang bis Ende des nächsten Jahres 250 Stellen ab. 130 Stellen gehen dabei in Holderbank AG verloren, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte.

LafargeHolcim schafft 130 Stellen für  Firmenneustrukturierung ab play
HolcimLafarge-Konzernchef Eric Olsen streicht Stellen. KEYSTONE/PATRICK B. KRAEMER

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Die Fusion der Zementkonzerne Lafarge und Holcim führt zu Personalabbau. Wie der Konzern heute mitteilt fallen der Anpassung der Konzernstrukturen und der Reorganisation weitere Stellen zum Opfer.

Insgesamt sollen bis Ende 2017 rund 250 Stellen in Konzernfunktionen wegfallen. Besonders hart trifft es den Standort im aargauischen Holderbank, wo Holcim als Holderbank AG gegründet wurde: 130 Stellen verschwinden.

Rund 80 Stellen werden in L'Ilse d'Abeau, Frankreich gestrichen, wo der Zementriese ein Fortschungs- und Entwicklungszentrum unterhält. Die verbleibenden Stellen verteilen sich über weitere Standorte der Konzernfunktionen in anderen Teilen der Welt, wie der Konzern schreibt.

Entschlakte Strukturen

LafargeHolcim begründet den Abbau mit einer Anpassung der Unternehmensorganisation, die der Konzern nach dem Abschluss der Integration der früheren zwei Unternehmen vornimmt. Konkret plant der Konzern eine Vereinfachung der Struktur und eine Anpassung der technischen Supportfunktionen für die Ländergesellschaften.

Der Konzern werde in der Folge eine schlankere zentrale Organisation haben, welche sich verstärkt um die Themen Strategie, Governance und Transformation kümmere, heisst es in der Mitteilung.

LafargeHolcim hat die Arbeitnehmervertretungen an allen betroffenen Standorten bereits über die geplante Reorganisation informiert. Der Konzern strebt gemäss Mitteilung an, die Auswirkungen der Massnahmen so gering wie möglich zu halten. Die erforderlichen Konsultationsprozesse seien eingeleitet. (ent/SDA)

Publiziert am 15.09.2016 | Aktualisiert am 15.09.2016
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4 Kommentare
  • Maxi  Niederberger 16.09.2016
    Bei Fusionen gibt es immer Synergien, deshalb wird Personal abgebaut. Ausserdem werden in Konzernen viele administraative jobs nach Osteuropa verlagert. Die Leute dort sind einsatzwillig, zuverlässig und nett und arbeiten für weit weniger Geld als wir.,
  • Aleksandar  Pavic , via Facebook 15.09.2016
    Das wird erst der Anfang sein! In der Schweiz wurde viel zu viel gebaut. Am Stichtag 1. Juni 2016 standen in der Schweiz 56’518 oder 1,30 Prozent aller Wohnungen inkl. Einfamilienhäuser leer. Es wird aber munter weitergebaut bis es richtig klopft! Im Bauhaupt- und Nebengewerbe wird es zu grösseren Marktbereinigungen kommen! Davon bleiben auch Zulieferer nicht verschont, wie in diesem Fall Holcim! Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
  • Divico  Tigurin aus Neuchâtel-Hua-Hin
    15.09.2016
    Ein weiterer Beleg dafür, weshalb die MEI nicht umgesetzt wird.

    "Optimierung der Rendite von global tätigen Firmen, welche den Sitz in der Schweiz haben. Freuen dürften sich die verbleibenden oberen Kader und zum Trost die in solchen Firmen angelegten Pensionskassengelder".
    Outsourcing von kostenaufwendigem Personal und Digitalisierung machts möglich...
    Das nennt man -Wirtschaftsfreundlich-, oder Schweizer Wirtschaftspolitik im Klartext.
  • René  Müller 15.09.2016
    Es wurde doch lauthals "Posaunt", dass es keinen Personalabbau geben wird. Bei JEDER Fusion wird Personal abgebaut. Warum denn immer diese LÜGEN. Dass die Schweiz in diesen Fällen den Kürzeren zieht, ist normal.