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Die Geldwäscherei- und Steuerhinterziehungsaffäre in Brasilien weitet sich aus. Beide Schweizer Grossbanken sind darin verwickelt! Die Ermittlungen richten sich nun neben der UBS an die CS, ihre Tochter Clariden, sowie den US-Finanzkonzern AIG.
Die Polizei hatte gestern Razzien in 44 Betrieben im südlichen Bezirk Sao Paolo und in den nördlichen Bezirken Amazonas und Bahia ausgelöst. Insgesamt wurden 19 Personen von den brasilianischen Behörden verhaftet – darunter auch zwei Schweizer. Gestern hatte die UBS bestätigt, dass ein Mitarbeiter der UBS Schweiz auf Geschäftsreise verhaftet wurde.
Die Verhafteten wurden zunächst nicht formell beschuldigt; sie können nach brasilianischem Recht aber auch ohne Anklage während fünf Tagen in Haft behalten werden.
Bei den festgenommenen Brasilianern handelt es sich um Unternehmer, Manager und Geldwechsler. Die Polizei beschlagnahmte mehr als vier Millionen Dollar. Der Ring von Bankern und Unternehmern soll monatlich Gelder von umgerechnet mehr als vier Millionen Dollar am brasilianischen Fiskus vorbeigeschleust haben.
Laut der brasilianischen Bundespolizei geht es bei den Ermittlungen um den Verdacht, dass die Banken grossen brasilianischen Konzernen bei der Steuerhinterziehung behilflich waren und sich so der Geldwäscherei schuldig machten. (AP/num)