Armee kauft in Finnland ein Schweizer Bootbauer sauer auf das VBS

Die neuen Patrouillenboote der Armee sollen in Finnland gebaut werden. Und nicht in der Schweiz. Die Schweizer Bootbauer verstehen das nicht. Sie wenden sich in einem Brief an Parlamentarier, die über das Geschäft entscheiden.

Schweizer Armee kauft neue Patrouillenboote in Finnland: VBS ist sauer play

Umstrittener Kauf: Künftig soll das finnische Patrouillenboot 16 auf Schweizer Seen für Sicherheit sorgen.

PD

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Die Schweizer Bootbauer haben einen dicken Hals. Sie machen Stimmung gegen den Kauf von 14 neuen Patrouillenbooten für die Armee. Diese überwachen auf dem Boden- und Genfersee sowie dem Luganersee die Grenze. Es geht um einen Auftrag im Umfang von 49 Millionen Franken, der nach Finnland geht. In der Herbstsession wird darüber beraten.

In einem Schreiben an National- und Ständeräte macht der Schweizerische Bootbauer-Verband seinem Ärger Luft, wie die «Schweiz am Sonntag» berichtet. Die Kritik: Pflichtenheft, Zeitplan und Einsatzdispositiv seien von Anfang an so angelegt gewesen, dass nur das finnische Projekt realisiert werden könne. Dabei sei es möglich in der Schweiz solche Aufträge zu erfüllen. Das zeige das Vorgängerboot P-80.

Die Armasuisse wehrt sich in der «Schweiz am Sonntag» gegen die Vorwürfe. Man sei bemüht, bei Beschaffungen im Rahmen der Möglichkeiten die Schweizer Industrie und das Gewerbe zu berücksichtigen. Einheimischen Werften fehle aber die Erfahrung mit der Integration von Waffensystemen. Zudem seien Schweizer Firmen am Innenausbau und der Ausrüstung für das Patrouillenboot 16 beteiligt. (pbe)

Publiziert am 11.09.2016 | Aktualisiert am 12.09.2016
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22 Kommentare
  • Marion  Jost aus Schönenwerd
    12.09.2016
    Wie war das mit Verräter an der Schweiz wenn man in Deutschland einkaufen geht? Was ist mit Stärkung der Schweizer Wirtschaft? Vom VBS dessen Chef ein SVP-ler ist die ja soooooo auf Inländervorrang pochen, Leute verurteilen die wegen geringen Lohns im Ausland einfkaufen und uns Bürger mit künstlich überteuerten Preisen dank geschützten Kartellen abzocken! Genau diese Leute kaufen jetzt in Finnland ein!! Notabene dank den Bilateralen Verträgen! Sowas von Doppelmoral!
  • Markus  Immer aus Dumagete
    12.09.2016
    Das P80 ist waffen-technisch veraltet. Qualitativ aber ist das Boot wie neu auch nach all den Jahren. Schweizer Bootsbauer können schon Boote bauen. Wahrscheinlich wurden nicht wirtschaftliche sondern politische Faktoren höher gewichtet! Jetzt hat man halt ein Boot ab Stange. Es gäbe viele Möglichkeiten für CH-Boosbauer ihr Gewerbe auf Vordermann zu bringen aber sie mögen einander das Salz in der Suppe nicht gönnen und sind politisch kaum entscheidend vertreten, nicht mal Regional!
  • Peter  Weber aus Zürich
    12.09.2016
    Auf welchen 16 Schweizer Seen müssen den Militärpatroullienboote fahren? Militärisch sind die Boote von sehr geringem Nutzen, einen im Bodensee notgewasserten Piloten kann auch die Seepolizei retten.
  • Markus  Schweizer 12.09.2016
    Immer nur Gejammer.... Es gibt eine Ausschreibung und nur weil man eine Schweizer Firma ist hat mit einfach so gewonnen. Ein konkurenzfähiges Angebot (in allen belangen, Preis, Termin, Qualität, know How, Zuverlässigkeit etc. Das bestimmt wer den Zuschlag bekommt. Also hört auf mit dem Gejammer und lernt was dazu.
    • Karen  Mind 12.09.2016
      War es nicht die Politik, die den Inländervorrang den Firmen vorschreiben will anstatt die MEI umzusetzen?
  • Roland  Dannacher aus Aesch
    12.09.2016
    Man kauft die Boote dort, wo man weiss, wie man Boote baut!