Arbeitsplätze verdoppelt Darum sind Novartis, Roche & Co. für die Schweiz so wichtig

Eine BAKBASEL-Studie korrigiert die Bedeutung der Pharma-Industrie für die Schweiz nach oben.

Die Pharma-Branche beschäftigt 41'800 Menschen – doppelt so viele, wie vor 20 Jahren.

Novartis, Roche und andere erwirtschaften direkt und indirekt 7 Prozent des Schweizer BIP.

Laut Roche und Novartis sind nicht die Medikamente für die hohen Gesundheitskosten verantwortlich (Archiv) play
Doch mehr Geld mit Pillen: Eine Studie korrigiert die Bruttowertschöpfung in der Pharma-Industrie nach oben. Keystone

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Die Pharma-Industrie ist eine tragende Säule der Schweizer Exportwirtschaft. Zu dem Schluss kommt eine Studie der BAK Basel Economics und Polynomics, die der Branchenverband Interpharma heute vorstellt. Demnach betrugen die Exporte 71 Milliarden Franken im letzten Jahr.

Wer viel exportiert, braucht Arbeitskräfte. 41’800 Menschen arbeiten in der Pharmabranche - das sind 0,8 Prozent aller Beschäftigten. Somit hat sich die Zahl in 20 Jahren verdoppelt. Zählt man noch die Arbeitsplätze hinzu, die nicht in der Branche selbst angesiedelt, aber von ihr abhängig sind, sogar 180’000.

Deren Arbeitgeber, Zulieferer zum Beispiel, profitieren von der Wertschöpfung von Konzernen wie Novartis und Roche, die 2014 bei 25 Milliarden Franken lag. Die Zahl ist deshalb so hoch, weil seit einer Statistik-Umstellung auch Augaben für Forschung und Entwicklung in die Berechnung der Wertschöpfung eingehen.

Das Wirtschaften mit Medikamente beeinflusst auch andere Branchen. Wenn die Pharma-Konzerne 100 Franken erwirtschaften, schwemmt das noch einmal 80 Franken in die Kassen der von der Branche abhängigen Unternehmen.

Addiert man die Wertschöpfung, kommt man auf die stolze Summe von 45 Milliarden, die direkt oder indirekt von der Pharma-Industrie erwirtschaftet werden. Das entspricht etwa 7 Prozent des Schweizer Bruttoinlandsprodukts.

Publiziert am 24.11.2015 | Aktualisiert am 24.11.2015
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11 Kommentare
  • Giuseppe  Tarantino 24.11.2015
    Wen kümmerts wie viele Arbeitsplätze geschafft werden. Es werden sowieso nur Expats angestellt. Ein Diplom von irgendeiner Uni in Malta oder Slowenien scheint der HR Abteilung mehr wert zu sein als ein KV Abschluss.
  • Herbert  Schonberger 24.11.2015
    Es ist eigentlich egal, welche Industrie, hauptsache sie schafft Arbeitsplaetze. Das passiert immer dann, wenn Industrien sich relativ frei entwickeln koennen und immer dann nicht, wenn der Staat glaubt er verstuende die Mechanismen besser als die Wirtschaft die sich taeglich damit abfinden muss. Klassische Negativ-Beispiele sind viele der EU Laender, Afrika und einige Suedamerikanischen Staaten. Wirtschaftwachstum nahme bei Null und Arbeitslosigkeit im zweistelligen Prozentbereich.
  • Thomas   Lens aus Zürich
    24.11.2015
    Jeden Morgen Stau auf der Autbahn richtung Basel. 90 Prozent haben D-Nummern Schilder. Somit Arbeit für alle EU Staaten.
  • Beat  Haueter 24.11.2015
    Mit kranken Menschen ist eben einfach Geld zu verdienen! Die Pharma ist gar nicht bereit Medikamente auf den Markt zu bringen, die Menschen WIRKLICH heilen! Aber Hauptsache Volkswirtschaftlich wichtig!
  • Fritz  Frigorr 24.11.2015
    Mit Gift werden eben grosse Geschäfte gemacht.
    • Edward  Kenway , via Facebook 24.11.2015
      Ich hoffe du bekommst mal richtig üble Grippe und Kopfschmerzen und nimmst dann natürlich keine Medis. Genauso, wenn du ne operation brauchst. Dann alles ohne Narkose und Schmerzmittel.