Arbeitnehmer-Studie Junge sind mit Job unzufrieden

ZÜRICH - Viele Arbeitnehmer unter 30 sind unmotiviert und mit dem Job nicht zufrieden. Top motiviert ist hingegen die Generation Ü60.

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Zu wenig Schlaf beeinträchtigt die Konzentrationsfähigkeit. Dmytro Konstantynov

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Junge Schweizer sind mit ihrem Job unzufrieden. Die zeigt eine Umfrage des Beratungsunternehmens Ernst & Young (EY). Dabei gaben nur 38 Prozent der 21- bis 30-jährigen an, dass sie mit ihrer Arbeit zufrieden sind. Keine Altersgruppe ist unzufriedener.

Diese Unzufriedenheit wirkt sich schlecht auf die Motivation aus. Nur 20 Prozent unter 30-jährigen bezeichnen sich als hochmotiviert. Bei den Berufseinsteiger sieht das Bild nicht viel besser aus. Sie sind zwar mit dem Job grundsätzlich zufrieden, richtig motiviert sind aber nur 5 Prozent.

«Die sehr niedrige Motivation der jüngeren Arbeitnehmer ist ein Alarmsignal», sagt Barbara Aeschlimann. Für die Personalchefin von EY Schweiz ist darum klar, dass sich Arbeitgeber den Bedürfnisse der Jungen anpassen müssen. «Das bedeutet mehr Flexibilität, stärkeres Eingehen auf individuelle Lebensentwürfe und weniger starre Strukturen.»

Ältere Arbeitnehmer sind zufrieden

Anders sieht das Bild bei älteren Arbeitnehmer aus. 81 Prozent der über 60-jährigen sind mit ihrem Job zufrieden. Auch die Motivation ist bei dieser Altersgruppe am höchsten. Hier sieht Aeschlimann viel Potential.«Ihr Erfahrungsschatz ist für die Unternehmen extrem kostbar», sagt sie. Zumal diese Generation in der Regle besonders verantwortungsbewusst und zuverlässig sei.

Obwohl es mit der Motivation und Zufriedenheit bei einigen hapert, ist der grossen Mehrheit der Befragten der Job wichtig. Nur jeder fünfte gab an, dass er einzig arbeite um leben zu können. Wiederum gaben 9 Prozent an, einzig für den Job zu leben.

Guter Lohn nicht so wichtig

Hauptfaktor für viel Motivation im Job ist ein gutes Verhältnis mit den Arbeitskollegen. Fast genauso stark gewichtet wird eine spannende Tätigkeit. Ein hoher Lohn spielt für einen Grossteil der Befragten nur eine untergeordnete Rolle.

Apropos Lohn: Mit dem Salär am Glücklichsten sind Angestellte in der Informatik (66 Prozent). Nachholbedarf besteht in der Immobilien-Branche. Dort gaben nur 27 Prozent an, dass sie mit ihrem Lohn zufrieden sind. (bam)

Publiziert am 19.03.2016 | Aktualisiert am 22.03.2016
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19 Kommentare
  • Regula  Cadonau , via Facebook 20.03.2016
    Ist natürlich klar, dass sich die Wirtschaft an die Jungen anpassen will. Sind ja auch billiger als Ü50 die Erfahrung haben und motivierter sind!!!!!!!!!!!
  • Daniel  Roth 20.03.2016
    Es gäbe viele top motivierte Leute, die aber vom Arbeitsmarkt nicht erwünscht sind: die Langzeitarbeitslosen. Es wäre mal an der Zeit, solchen Leuten den Vorzug geben. Die sind nicht so wählerisch und wollen einfach wieder eine Perspektive haben.
  • Manfred  Grieshaber aus Zollikon
    20.03.2016
    Der Nachwuchs muss lernen zwischen sich als Privatperson und als Arbeitskraft zu differenzieren. Arbeit ist kein ganzheitliches Wohlfühlprogramm zur Selbstfindung. Wer diesen Weg gehen will sollte bildender Künstler werden. Es geht im Berufsleben primär um zielorientiertes Handeln. Man kann nicht dem Kunden seine eigenen, persönlichen Vorstellungen zu einem Produkt anbieten, es geht darum Kundenwünsche zu erfüllen.
  • Bea  Gräub aus Aargau
    20.03.2016
    Ich bin auch ü60 und freue mich wenn Ich noch arbeit habe,freue mich aber auch auf das was nachher kommt in unserm Leben......
  • Hans  Müller 20.03.2016
    Nur weil die verwöhnten Jungen unzufrieden sind müssen jetzt die Arbeitgeber wieder Kapriolen machen? Wenns den Jungen nicht passt sind sie ja frei zu gehen. Oder sich selbständig zu machen. Ist ja schon unglaublich dieser endlose Forderungskatalog der heutigen Ichgesellschaft. Aber nachher jammern wenn diese Menschen durch Roboter und Algorithmen ersetzt werden.