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Die Stimmung an den Finanzmärkten ist explosiv. Die Immobilienkrise in den USA hat sich zu einer allgemeinen Kredit- und Vertrauenskrise entwickelt, die auch Europas Banken erfasst.
Das Misstrauen bei der Bewertung von Krediten lähmt. Die Mittel für Investitionen bleiben blockiert. Die Banken leihen sich gegenseitig keine Gelder mehr aus. Wie stark ihr Geschäft leidet, werden die Berichte zum 3.Quartal zeigen. Nach wie vor geht die Angst um, dass die US-Wirtschaft in eine Rezession abdriftet oder Inflation erlebt und die Weltwirtschaft mitzieht. Die Nervosität bei den Notenbanken ist gross, sie mahnen die Finanzwelt zur Transparenz – sie fürchten einen Crash.
Die Situation wirkt paradox, denn in der Wirtschaftswelt herrscht gleichzeitig prächtige Stimmung. Die Unternehmen entwickeln sich bestens, ihre Bilanzen sind solide. Gerade die Schweizer Wirtschaft übertrifft sämtliche Erwartungen. Die ETH-Konjunkturforscher sagen für 2007 ein Wachstum von 2,8 Prozent voraus und rechnen bis 2009 mit einer soliden Entwicklung.
Und so boomen die Börsen nach dem Einbruch im Sommer wieder. Der Aktienindex SMI stieg Anfang Juni über 9500 Punkten auf ein Allzeithoch. Jetzt bewegt er sich erneut aufwärts gegen die 9000er-Grenze. Doch die Schwankungen sind hoch.
Ist der Sache zu trauen? Der Rat der Experten an Aktieninhaber: dabei bleiben. Sogar gezielte Zukäufe können sinnvoll sein. Allerdings sind Aktienanlagen nur etwas für Investoren mit langfristigem Horizont und starken Nerven. Die sind in den nächsten Monaten besonders gefragt.