«Angewiderter» Varoufakis teilt in Interlaken aus «Die Schweiz hängt in der Griechenkrise mit drin»

Der ehemalige griechische Finanzminister Yanis Varoufakis hatte in Interlaken einen grossen Auftritt. Auch die Schweiz verschonte er nicht mit Kritik.

Ein gefragter Mann: Griechenlands früherer Finanzminister bei seiner Rede in Interlaken. play

Ein gefragter Mann: Griechenlands früherer Finanzminister bei seiner Rede in Interlaken.

Peter Gerber

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Auch ein halbes Jahr nach seinem Rücktritt als griechischer Finanzminister findet Yanis Varoufakis (54) klare Worte zur Griechenkrise «Wie wärs mit der Wahrheit?», fragt er rhetorisch. Griechenland sei ein bankrotter Staat.

Varoufakis besucht heute Mittwoch das Alpensymposium in Interlaken BE. Im Nobelhotel Victoria Jungfrau ist der Linkspolitiker ein gefragter Mann. Kein Wunder. Er redet Klartext. «Jeder tut so, als gäbe es die Grichenland-Krise nicht. Das widert mich an.»

Polen, Deutschland und die Schweiz

Denn eigentlich hänge alles zusammen. Der Wahlsieg der extremen Rechten in Polen, die Rentenprobleme in Deutschland, die Frankenkrise in der Schweiz. «Die Schweiz hängt in der Griechenkrise mit drin», analysiert Varoufakis. «Stellen Sie sich vor, Griechenland wäre dem Euro nicht beigetreten. Dann würden wir diese Diskussion jetzt nicht führen.»

Denn die Schweiz habe Probleme. Der schwache Euro sei eine ernsthafte Bedrohung. Doch für Varoufakis ist klar: Alleine kommt niemand aus der Krise. Es brauche eine neue demokratische Bewegung in Europa. Diese will er gründen und im Februar vorstellen.

«Ich lade alle ein, von rechts bis links, mitzumachen.» Jetzt brauche es alle Kräfte, die noch vernünftig sind. Denn von den europäischen Politikern, die jetzt an der Macht sind, erhoffe er sich gar nichts mehr.

Publiziert am 13.01.2016 | Aktualisiert am 13.01.2016
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Varoufakis: «Griechenland wird niemals Schulden zurückzahlen»

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26 Kommentare
  • Daniel  Fischer 14.01.2016
    «Jeder tut so, als gäbe es die Grichenland-Krise nicht. Das widert mich an.»
    Nun ja, aus meiner Sicht tun dies die Griechen selbst am ausgeprägtesten. Egal was zur Auswohl stand, sie wollten partout nichts ändern!
    • Studer  Werner 14.01.2016
      Nur nicht so grosse Reden schwingen, wären wir in dieser Situation, wir würden uns wie die Griechen verhalten.
  • Paul  Entlebucher 13.01.2016
    Es ist leicht, das eigene Versagen auf andere abzuwälzen. Ich bin deshalb nicht sicher, ob die griechische Führung den Ernst der Lage erkannt hat oder wie bisher immer noch auf Zeit spielt. Die spielen ein falsches Spiel und geben den anderen die Schuld!
  • Daniela  Bauschmann 13.01.2016
    als er heute mit seiner Familie aus dem Maserati vor dem Hotel Viktoria Jungfrau ausstieg gingen einige
    Pfiffe von Leuten durch den so Arroganten Typen hoch !!!
  • Werner  Mueller aus Nakhon Ratchasima
    13.01.2016
    Dieser Mann hockt in seinem Glashaus, schmeisst mit Steinen und will uns dann erzaehelen, dass Scherben Glueck bringen. Ich glaube wir sollten diesem Herrn mal beibringen, was Demoratie bedeutet bevor er eine Partei gruendet und meint dass dann alle Mitglieder nach seiner Pfeife tanzen.
  • brunschi  Ostschweiz 13.01.2016
    Mit einem Satz hat er wenigstens recht: "Jetzt brauche es alle Kräfte, die noch vernünftig sind. Denn von den europäischen Politikern, die jetzt an der Macht sind, erhoffe er sich gar nichts mehr". Das geht mir genau so. Die EU-Politiker sind alle nur um ihr WOHL bedacht.