Als erste Bank der Welt UBS schafft die Unterschrift ab

ZÜRICH - Ende Januar können E-Banking-Kunden elektronisch unterschreiben – etwa bei der Adressänderung, beim Kreditkartenvertrag oder beim Abschluss einer Hypothek.

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Die eigene Unterschrift begleitet einen durchs Leben. Bald wird sie nicht mehr nötig sein. Als erste Bank weltweit macht die UBS nun handgeschriebene Signaturen überflüssig.

Vergangene Woche berichtete SonntagsBlick, dass UBS, CS, Swisscom und das Start-up Notakey gemeinsam an einem elektronischen Identitätsnachweis arbeiten. Am Freitag legten SBB und Post nach und verkündeten, dass auch sie zusammenspannen für eine digitale Identität. Das Ziel: Ein einheitliches Login für verschiedenste Dienste im Internet.

Zukunftsmusik? Mitnichten. Bereits in wenigen Wochen führt die UBS als erste Bank eine Vorstufe davon ein: die digitale Signatur. «Wir werden Ende Januar in unserem E-Banking die elektronische Unterschrift einführen», sagt Andreas Kubli (47), Head Multichannel Management & Digitiza-tion bei der UBS, zu SonntagsBlick. Über 1,5 Millionen Nutzer können künftig Bankverträge digital unterschreiben.

Etwa beim Kreditkartenvertrag, beim Abschluss einer Hypothek oder wenn der Kunde der Bank erlauben möchte, mit ihm via Mail zu kommunizieren. 

«Wer in der alten Welt einen Vertrag abschliessen wollte, musste ein Dokument ausdrucken, unterschreiben und auf die Post gehen», so Kubli. «Wir mussten den Brief dann an die zuständige Abteilung übergeben, das Dokument einscannen und ablegen.» Ein grosser Aufwand, der mit Zeit und Kosten verbunden ist, nun aber wegfällt. «Ich gehe davon aus, dass wir damit bald 30 Prozent der heute per Post verschickten Verträge über den digitalen Kanal ausliefern», sagt Kubli.

Unterschreiben mit Gerät

Und so funktioniert das neue System: Der Kunde loggt sich mit dem von der Bank erhaltenen Kartenlesegerät oder der Access Card in sein E-Banking-Konto ein. Dort wählt er seine gewünschten Bankgeschäfte. Ist eine Unterschrift nötig, kann er sich mit dem Gerät ausweisen. Ein Login ersetzt somit die handgeschriebene Signatur. Später soll auch das Gerät wegfallen. Dann unterschreibt der Kunde via QR-Code, der sich mittels UBS-App einscannen lässt. 

Anfangs können nur bestehende Kunden die elektronische Unterschrift nutzen. Künftig sollen auch Neukunden davon profitieren, wenn sie online ein Konto inklusive Debit- und Kreditkarten eröffnen wollen. Der Bundesrat bewilligte das kürzlich mit der Totalrevision der Verordnung über die elektronische Signatur. Damit wird nicht nur die handgeschriebene Unterschrift unnötig, sondern auch der Gang zur Bank.

Publiziert am 18.12.2016 | Aktualisiert am 29.12.2016
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15 Kommentare
  • Peter  Marthaler aus Chur
    18.12.2016
    Weshalb funktioniert es nicht einfach mit der SuisseID, die die Post schon lange anbietet und alle Anforderungen an eine rechtsgültige digitale Signatur erfüllt?
  • David  Zerzuben aus Sion
    18.12.2016
    Es ist einfach Schade, dass es die UBS nicht schafft diese antike Technik abzuschaffen und mit der Raiffeisen (PhotoTAN) gleichzuziehen.
    • Markus  Meiler aus Zürich
      18.12.2016
      Wohl eher ein Neidwitz eines Rauffeisen Angestellten ? Man kann über die UBS motzen so viel man will, aber technologisch, ob man will oder nicht haben sie sehr viel investiert und sind dadurch auch zwei Schritte weiter als die meisten Profibanken und gegenüber der Provinzbank Raiffeisen etwa 20 Jahre voraus.
    • David  Zerzuben aus Sion
      18.12.2016
      Wohl eher kein Neidwitz, sondern eine Erkenntnis.

      Das Raiffeisen E-Banking ist um einiges besser als jenes von UBS und man braucht kein zusätzliches Gerät um sich einzuloggen. Bei Raiffeisen reicht ein Smartphone mit PhotoTAN.
  • Annemarie   Setz 18.12.2016
    Es ist der Trend der Zeit, aber nach meiner Meinung nicht ganz ungefährlich, denn Hacker finden heute leicht und überall einen Weg. Ueberdies frage ich mich, ob die Klientel, die noch nicht digital mit der Bank verkehrt, fortan ihren Fingerabdruck am Schalter hinterlassen soll. Oder werden die "einfacheren" Menschen, bei denen es auch nicht so um grosse Beträge und deren Verschiebung geht, langsam als Kunden abserviert?
  • David  Schlaepfer , via Facebook 18.12.2016
    Wie immer kann man den nächsten Schritt innerlich vorwegnehmen und integrieren. Dann kann man ihn gestalten, timen und genauso machen wie er angemessen ist oder man wartet bis es nicht mehr anders geht.. muss dann unter Zwang zu fremden Konditionen zu Unzeit integrieren.Unser Kollektiv hat wie so oft schon den zweiten Weg gewählt. Das ist zu respektieren.Es bleibt aber mgl, dass jede/r einzeln für sich seine Schrtte in die Hand nimmt.. das Grundeinkommen kommt.Zu Unzeit und von andern gestaltet.
  • Roland  Stöckli 18.12.2016
    Diese Access Card mit Kartenleser gibt es doch schon lange!!!
    • Jean Pierre  Stocker 18.12.2016
      Das hat ja auch niemand bestritten. Es werden lediglich seine Funktionen erweitert. Einfach den Artikel richtig durchlesen, das kann helfen.
    • David  Zerzuben aus Sion
      18.12.2016
      Ja, diese veraltete Technik via Kartenleser gibt es schon ewigs und einige haben sie auch schon wieder abgeschafft.

      Da war ja die Streichliste noch besser :D