Nespresso-Spot Alles nur geklaut?

ZÜRICH - Italiens Espresso-Konzern Lavazza wirft dem Konkurrenten Nespresso wegen des TV-Spots mit George Clooney Ideenklau vor.

  • Publiziert: 15.12.2009, Aktualisiert: 19.01.2012
  • von Pavo Prskalo

Ein Kaffee-Hersteller schäumt vor Wut: Die Turiner Firma Lavazza erhebt schwere Vorwürfe gegen die Nestlé-Tochter Nespresso. Diese soll die Idee für den aktuellen TV-Spot beim italienischen Konkurrenten abgekupfert haben.

In der Nespresso-Werbung steht George Clooney vor der Himmelspforte, wo er auf «Petrus» John Malkovich trifft. Der Aufreger: Lavazza wirbt schon seit 1995 mit himmlischen Szenen für seinen Espresso. In den Spots tritt unter anderem der italienische Showmaster Paolo Bonolis auf, der sich ebenfalls mit Petrus über Kaffee unterhält. «Entweder sie ziehen die Werbung zurück oder wir wenden uns an die Justiz», sagt Lavazza-Chef Gaetano Mele. «In meiner 40-jährigen Tätigkeit ist mir so etwas noch nicht untergekommen.»

Nespresso weist die Vorwürfe entschieden zurück. «Der Spot basiert auf dem Originalkonzept mit George Clooney. Die Kampagne läuft schon seit vier Jahren», sagt Pascal Hottinger von Nespresso zu Blick am Abend. Zudem könne die Szene im Paradies nicht einer Marke zugeordnet werden. «Sie ist in vielen Büchern, Songs, Filmen und sogar anderen Werbekampagnen verwendet worden.»

play Stein des Anstosses: George Clooney in der neuen Werbekampagne von Nespresso. (ZVG)

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