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Der Ruf der UBS ist nach wie vor angeschlagen. Im letzten Jahr sind 147,3 Milliarden Franken aus der Bank abgeflossen (blick.ch berichtete).
Nach der Finanzkrise, der Steueraffäre mit den USA wurde die UBS auch hart vom Steuerkrieg mit Italien betroffen.
Allein weil Italiener ihre Vermögen abzogen, um von einer Steueramnestie zu profitieren, verlor die UBS 8,5 Milliarden Franken. Das führte insgesamt zu einem Geldabfluss von 20 Milliarden bei den Kunden in der Schweiz.
Insgesamt verlor die UBS in der Abteilung Vermögensverwaltung und Swiss Banking 90 Milliarden an Kundengeldern.
Profite, Profite, Profite
Über diese Situation zeigte sich UBS-Chef an der Medienorientierung zu den Geschäftszahlen sichtlich enttäuscht. «Das müssen wir stoppen», sagte Grübel. Doch wie? Sein Rezept ist einfach: «Wir müssen auch in den kommenden Quartalen profitabel sein.»
Gleichzeitig räumt Grübel ein, dass es Geduld brauche, das Vertrauen wieder herzustellen. Die Bank leidet unter dem Hickhack um die Steuertrickser in anderen Ländern: «Befürchtungen um das Schweizer Bankgeheimnis» wird von der Bank offiziell als Grund für die Geldabflüsse genannt. Da werden die letzten Wochen mit der Daten-CD in Deutschland weitere Wirkung entfalten.
Ein weiterer Grund für die Geldabflüsse ist die kleinere Zahl Kundenberater, die bei der Bank beschäftigt sind: Der Bestand ist gegenüber dem Vorjahr um 25 Prozent gesunken. Grübel hofft, diese Situation ändern zu können.