Alibaba-Boss Jack Ma greift die Schweiz an Alles Ali, oder was?

ZÜRICH/HANGZHOU - Schweizer Banken haben Apple Pay den Kampf angesagt. Dabei steht mit Alipay ein weiterer Gigant bereits an der Grenze. Die chinesische Bezahl-App drängt auf den helvetischen Markt.

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Schweizer Banken ziehen nur selten am gleichen Strick. In einem sind sie sich aber einig: Dem Bezahldienst Apple Pay will man gemeinsam die Stirn bieten. Und den Amerikanern den Markteintritt in die Schweiz so schwierig wie möglich machen.

Im Januar 2017 soll Twint an den Start gehen. Dahinter stehen die Credit Suisse, die UBS, Raiffeisen, die Zürcher Kantonalbank und die Postfinance. Eine geballte Macht an heimischer Finanz-Power.

Gingen die Chinesen vergessen? 

Bloss: Nicht nur Apple Pay drängt auf den lukrativen Schweizer Markt, sondern auch die Bezahl-App Alipay von Jack Ma (52). Der Gründer der Online-Plattform Alibaba plant für Europa Grosses. Und steht bereits an der Schweizer Grenze. In Frankreich arbeitet Alipay mit einer französischen Bank zusammen. In Deutschland mit einer Kreditkartenfirma, wie die «Handelszeitung» schreibt.

Alypay hat in China schon 450 Millionen Kunden. Über die Bezahl-App werden Zahlungen von 860 Milliarden Franken jährlich getätigt, wie das Branchenportal Finews.ch schreibt. Das ist ein Vielfaches von Apple Pay.

Scharf auf Touristen

Damit nicht genug: Jack Ma hat auch in Sachen Tourismus ein Auge auf die Schweiz geworfen. Und zwar mit seiner Reiseplattform Alitrip. Die Branchenorganisation Schweiz Tourismus bestätigt gegenüber Finews.ch entsprechende Kontakte mit den Chinesen.

Alitrip ist offenbar an Reisepaketen für Touristen aus China interessiert – denn die wollen gerne mit Alipay bezahlen. Alitrip sucht deshalb den Kontakt zu regionalen Schweizer Reiseveranstaltern. Für den kriselnden Schweizer Tourismus sind das durchaus gute Aussichten.

2,5 Millionen Päckli aus China

Mit seinem Internet-Warenhaus Alibaba ist Jack Ma schon länger in der Schweiz präsent. Schweizer Kunden decken sich in China mit Waren aller Art ein. 2015 kamen 2,5 Millionen Sendungen aus dem Reich der Mitte – Tendenz steigend.

Schweizer müssen zwar länger auf ihre Päckli warten. Die Preise sind aber deutlich tiefer als hierzulande. Nicht zuletzt, weil Alibaba davon profitiert, dass der Versand vom Weltpostverein subventioniert ist. China-Päckli sind für die Schweizer Post ein Verlustgeschäft.

Publiziert am 19.11.2016 | Aktualisiert am 14.01.2017
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8 Kommentare
  • Ines Maria  Giezendanner aus Viganello
    19.11.2016
    Wir sollten froh sein, wenn China wenigstens die chinesischen Touristen herbringt, das schafft Arbeitsplätze. Unsere Industrie und sogar Bundesbetriebe verlagern ja sowieso dauernd Arbeitsplätze ins Ausland, also wird der Tourismus früher oder später für uns immer wichtiger werden.
  • Jens  Goldmann 19.11.2016
    Die Post hat solche Abkommen geschlossen um viel Geld zu verdienen. Früher ging das auf, heute bestellen immer mehr Leute Waren in China direkt, statt beim Schweizer Abzocker zu kaufen. Beispiel ein Markenhörgerät: In der Schweiz Fr. 2800.00 In China genau dassselbe kaum Fr. 400.00 Auf den Service der dieser Händler ( Fernsehreklame ) hier biete, kann ich getrost verzichten. Nach 2 Jahren wollten die mir schon ein neues Modell verkaufen zum Schnäppchenpreis von nur Fr. 2400.00 Nein Danke
  • Jens  Goldmann 19.11.2016
    Die Globalisierung, der Ausverkauf der Schweiz sowie in jeder grossen Firma ein Cio aus dem Ausland haben uns soweit gebracht. Die Post sollte erst mal ganz ruhig bleiben. Die haben schon längst ganze Zweige ins billige Ausland verschoben. Warum also sollen wir Normalos mit kleinem Gehalt überteuerte Schweizer Preise zahlen und gewissen Leuten Willen und Ferraris finanzieren. In China kauft man gut und günstig. Diese Postabkommen wurden zu Wucherzeiten abgeschlossen.
  • Jens  Goldmann 19.11.2016
    Die Globalisierung, der Ausverkauf der Schweiz sowie in jeder grossen Firma ein Cio aus dem Ausland haben uns soweit gebracht. Die Post sollte erst mal ganz ruhig bleiben. Die haben schon längst ganze Zweige ins billige Ausland verschoben. Warum also sollen wir Normalos mit kleinem Gehalt überteuerte Schweizer Preise zahlen und gewissen Leuten Willen und Ferraris finanzieren. In China kauft man gut und günstig. Diese Postabkommen wurden zu Wucherzeiten abgeschlossen.
  • Gerry  B. 19.11.2016
    China Produkte sind schon lange nicht mehr Ramsch. Man kann qualitativ sehr gute Produkte zu super Preisen kaufen. Habe erste letzten Montag ein Xiaomi Smartphone Redmi Note 3 für Fr. 140 bei Gearbest gekauft und 4 Tage später, gestern, durch DHL geliefert bekommen. Gute Qualität zu einem sehr guten Preis.