Aktien-Gewinner und -Verlierer Diese Aktien hätten Sie reich gemacht

Aktien sind eine riskantere Anlage, um die man im neuen Jahr aber nicht mehr herumkommt, sagen Finanzexperten. Ein Blick zurück auf die Gewinner und Verlierer im Schweizer Aktienmarkt.

2017: Welche Aktien machen mich reich? play
Bulle und Bär stehen symbolisch für eine steigende oder fallende Börse.

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Börsenhändler dürfen durchatmen: Der Schweizer Aktienmarkt geht in die Neujahrspause. Zwei zentrale Ereignisse – der Brexit-Schock und die Trump-Wahl – schüttelten den Aktienmarkt im abgelaufenen Jahr durch. Der Leitindex Swiss Market Index (SMI) schliesst das 2016 mit einem Minus von fast 7 Prozent ab, der breiter gefasste Swiss Performance Index (SPI) mit einem Minus von 1,6 Prozent (Stand heute Mittag).

Wer auf diese beiden Indices setzte, hat schon mal verloren. Das gilt auch, wer zu Jahresbeginn auf Aktien der Grossbanken UBS (–19%) und CS (–30%) sowie der Pharmariesen Roche (–16%) und Novartis (–15%) wettete.

Für die beiden Letzteren könnte es im kommenden Jahr aber wieder aufwärts gehen. «Ich würde auf Roche als defensives Schwergewicht setzen», sagt UBS-Schweiz-Chefökonom Daniel Kalt. Grund: Der US-Pharmamarkt werde sehr profitabel bleiben. Renato Flückiger, Investmentchef Valiant Bank, setzt auf ein Comeback der Novartis-Aktie.

Übernahmephantasien beflügeln Actelion

Einen sagenhaften Lauf hat Biopharmakonzern Actelion mit einem Kursplus von fast 60 Prozent seit Jahresbeginn. Ein Investment von 10’000 Franken zu Jahresbeginn hätte 6000 Franken (exkl. Courtage) in die Kasse gespült.

Übernahmephantasien haben Actelion in den letzten Monaten und Wochen an die Spitze aller SMI-Titel katapultiert. Zerschlagen sich diese, kann es schnell wieder abwärts gehen.

Fast 25 Prozent im Plus notiert der Technologieriese ABB, auf dem Siegertreppchen steht auf Platz drei Bauzulieferer Geberit (+20%). 

Banque Profil de Gestion verdoppelte Börsenwert

Ganz oben auf der Gewinnerliste im SPI steht die Westschweizer Privatbank Banque Profil de Gestion, die um 196 Prozent zulegte! Ein Investment von 10’000 Franken hätte sich in den vergangenen 12 Monaten auf 30’000 Franken verdreifacht.

Die Privatbank macht erst seit kurzem wieder Gewinn. Zu Kurssprüngen kam es aber oft nicht im Zusammenhang mit positiven Neuigkeiten. Im Kursanstieg dürfte sehr viel Spekulation drinstehen – also äusserste Vorsicht bei Investments.

Kleine mit grossen Kursverlusten

Bitter ist das Kurs-Minus für Anleger beim Immobilien-Entwickler und Andermatt-Investor Orascom (–50%), Solarzulieferer Meyer Burger (61%) und bei der auf strukturierte Produkte spezialisierten Finanzbude Leonteq (–77%). Letztere musste kürzlich eine Gewinnwarnung herausgeben. Der Kursverlust setzt auch Aktionärin Raiffeisen zu, die eine Beteiligung von gegen 30 Prozent an Leonteq hält.

Schlechteste Aktie im Schweizer Markt ist dieses Jahr die Accu Holding. Sie verlor fast 100 Prozent an Wert. Die skandalträchtige Luzerner Industriegruppe steht vor dem Aus. Ermittlungen der Zürcher Staatsanwaltschaft gegen den Ex-Chef laufen.

Bekannte Namen verloren an Börsenwert

Wenig Freude haben Anleger in diesem Jahr mit Investments beim Pharmagrossisten Galenica (–27%). Die Namenaktie von Schoggi-Gigant Lindt&Sprüngli büsste 17 Prozent ihres Kurswerts ein. Uhrenhersteller Swatch notiert knapp 9 Prozent im Minus.

Finger weg von Staatsanleihen

Aktien sind eine riskantere Anlage. Doch um sie kommt man im neuen Jahr wohl nicht mehr herum. Die Gründe nennen die Finanzexperten gleich selbst: «Die Finger lässt man am besten von europäischen Staatsanleihen inklusive schweizerischen mit ihren negativen Verfallsrenditen, die nach wie vor sehr teuer sind», sagt Martin Neff, Chefökonom Raiffeisen. 

«Staatsanleihen mit langen Laufzeiten werden bei steigenden Zinsen deutliche Kursverluste hinnehmen müssen», sagt UBS-Ökonom Daniel Kalt. Er würde auch nicht auf einen steigenden US-Dollar setzen. 

Publiziert am 31.12.2016 | Aktualisiert am 12.01.2017
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9 Kommentare
  • thomas  brunner aus Bönigen
    01.01.2017
    Immer wieder Amüsant die Investmentbanker und dann habe der SMI 6 Prozent y/y verloren. Das Jahr 2016 war Top. Wenn man halt seine Positionen nicht durch Stockpickings bearbeitet und man bei der Gier mit 30 Prozent Rendite pro QUARTAL nicht zufrieden ist, sollte man sich von der Börse fern halten. Ein absoluter Hohn von der Politik, die BVG Sparer mit diesen miesen Renditen abzuspeisen wenn selbst Privatanleger bessere Performance erwirtschaften können.
  • drafi  schweizer aus berg
    01.01.2017
    vor Jahren habe ich beschlossen mein Geld auch ohne viel Zins auf der Bank liegen zu lassen und keine Aktien mehr zu Kaufen, man kann sehr ruhig schlafen, man kann zwar gar nichts gewinnen aber auch nichts verlieren, das ist das Rezept für einen Gesunden Tiefen Schlaf, den ruhig Schlafen ist Gesund
  • RG  RG , via Facebook 01.01.2017
    Was bringt das, die und die Aktien hätten reich gemacht. Wenn man die Lottozahlen im voraus wüsste, wäre man auch reich geworden. Das gilt für alles. Die Börse ist ein Casino. Wenn man gewinnt, hat man einfach Glück gehabt. Von den vielen Verlierern hört man ja nie etwas, nur immer von denen die sagenhafte Gewinne gemacht haben.
  • Dracomir  Pires aus Bern
    01.01.2017
    Leider bin ich auch im neuen Jahr auf den Titel reingefallen und habe lesen wollen, welche Aktien mich "reich machen". Kein Wort steht darüber.
  • Dani  Meier aus at home
    31.12.2016
    Mein Depot habe ich auf Ende 2016 aufgelöst, da ich feststellte, dass ich auch ohne Aktien jedes Jahr ein Stück reicher werde.