Aktie fällt nach Mini-Gewinn Anleger strafen CS ab

Die Aktie der Credit Suisse kommt nach Bekanntgabe der Quartalszahlen gewaltig unter Druck.

Credit Suisse Aktie: Anleger strafen mässige Quartalszahlen play
CS-CEO Tidjane Thiam kann die Anleger nicht beruhigen. Keystone

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Dämpfer für Tidjane Thiam (53): Die Aktie der Credit Suisse sackte nach Börsenöffnung ab und notiert nun um fünf Prozent tiefer als bei Börsenschluss am Dienstag. Der Leitindex SMI dagegen notiert lediglich 0,2 Prozent im Minus, die Aktie der UBS liegt sogar im Plus.

Der CS-CEO hat vor Börsenöffnung einen Mini-Gewinn von 41 Millionen Franken für das dritte Quartal bekannt gegeben. Im Quartal zuvor waren es immerhin noch 170 Millionen Franken Gewinn. Die von der AWP befragten Analysten wurden auf dem falschen Fuss erwischt, sie rechneten mit 63 Millionen Franken.

Schon im zweiten Quartal sank der Kurs

Die CS-Analysten bemängeln etwa einen schwachen Neugeldzufluss. Thiam hält dagegen. Die Rede ist von 30,9 Milliarden Franken Neugelder in den ersten drei Quartalen 2016  - im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Plus von 40 Prozent.

Negative Töne schlägt der für Bernstein tätige Analyst an. Das Quartalsergebnis bleibe um Sonderfaktoren bereinigt über alle Geschäftsfelder hinweg hinter den Erwartungen zurück. Besonders stösst sich der Bernstein-Analyst an der gegenüber dem Vorquartal rückläufigen Bruttomarge im Private Banking.

Der Rückschlag für den CS-Aktienkurs erinnert an den Kursverlauf beim zweiten Quartal. Ende Juli hatte die Grossbank überraschend einen Gewinn für das zweite Quartal publiziert, doch die Marktteilnehmer hatten sich auf andere Punkte konzentriert. Und die CS mit Kursverlusten abgestraft.

Thiam spricht von «Einstiegschancen»

Thiam richtet sich auf «Cash.ch» an die Anleger: «Unser jetziger Aktienkurs ist eine Einstiegschance, da er nicht den wahren Wert der Bank widerspiegelt», sagt der CEO über den CS-Titel. «Das Aufwärtspotenzial ist entsprechend hoch.»

Er weist aber auch darauf hin, dass die US-Präsidentschaftswahl am 8. November, das Referendum in Italien am 4. Dezember und die Wahlen in Frankreich und Deutschland im nächsten Jahr «Unsicherheitsquellen für Investoren» darstellen. (uro)

Publiziert am 03.11.2016 | Aktualisiert am 05.11.2016
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3 Kommentare
  • Roland  Wyler 03.11.2016
    Quatsch, verzockt, unfähiges Management! Und jetzt soll das Bankgeheimnis für dieses Ergebnis schuld sein. Einfach nur unfähig. 41 Mio. Gewinn im Q, das entspricht ja etwa dem Bonus von Thiam. Lächerlich.
  • Thomas  Zürcher 03.11.2016
    Ich befürchte schlimmes für die CS in nächster Zeit.Die Bank kommt nicht mehr aus eigener Kraft auf die Beine.Die Bank zerfällt in Einzelteile.Die vielen Fehler der Vergangenheit wiegen zu schwer.Die "CS Kapitäne"können das sinkende Schiff nicht mehr retten.das ehemalige Vorzeigeinstitut wurde in den letzten Jahren heruntergewirtschaftet und ausgenommen.Die Quittung bezahlen wie immer die Angestellten.
  • Walter  Reusser , via Facebook 03.11.2016
    Tidjane Thiam ist nicht schuld. Schuld hat die himmeltraurige Politik
    in diesem Land. Die Aufgabe des Auslandbankgeheimnis wird Milliarden kosten für die Aktionäre und Massenentlassungen zur Folge haben. Die eigentlichen Opfer sind somit die Bankangestellten und die Aktionäre.
    Auch nach dem Berexit welches für die Schweiz eine wunderbare Gelegenheit wäre wieder Gegensteuer zu geben, heisst das Bankgeheimnios zu festigen ist kein politischer Wille diesbezüglich erkennbar!