Belair nach Rauswurf bei Air Berlin vorläufig gegroundet «Crews fühlen sich nicht imstande zu fliegen»

ZÜRICH - Belair steckt in schweren Turbulenzen: Der Ferienflieger wird künftig keine Flüge mehr für Air Berlin durchführen können. Die Flieger bleiben heute am Boden – Air Berlin muss übernehmen.

Fliegt mit der AirBerlin-Bemalung: Schweizer Belair-Boeing. play

Fliegt mit der AirBerlin-Bemalung: Schweizer Belair-Boeing.

Wikimedia/PlaneSpotter94

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Mallorca, Teneriffa, Türkei. Oft flogen Schweizer mit der Belair an ihr Ferienziel. Damit ist bald Schluss. Doch bereits heute bleiben die Flieger von Belair am Boden, wie ein Mitarbeiter zu BLICK sagt. «Die Crews fühlen sich nicht imstande zu fliegen.» Wie lange die Maschinen am Boden blieben, sei unklar, sagt er. Die Flüge müssten nun durch Air Berlin durchgeführt werden.

Der Grund: Gestern informierte Belair-CEO Lucas Ochsner seine Mitarbeiter mündlich über die düstere Zukunft von Belair.

Die österreichische Niki wird ab April die Touristen-Flüge von Belair übernehmen, wie zuvor des Reiseportals «Travel Inside» vermeldete. Die Zubringerflüge nach Berlin und Düsseldorf wird Air Berlin übernehmen.

Von dort aus wird Air Berlin Langstreckenflüge durchführen. Somit bleiben für Belair keine Flüge mehr. «Die Angst ist nun greifbar», sagt der Belair-Mitarbeiter zu BLICK. «Wir wissen nicht, was nun genau passieren wird. Die Gefahr besteht, dass Belair den Flugbetrieb einstellen muss.»

Mitarbeiter bangen um Jobs

Die rund 285 Mitarbeiter bangen nun um ihre Jobs. Angeblich sollen sie Angebote von Air Berlin erhalten. In welchem Umfang das sein wird, ist unklar. Auf Anfrage heisst es bei Air Berlin: «Die zukünftigen Rahmenbedingungen unseres Geschäfts in der Schweiz sind noch nicht finalisiert.» Mehr wollte deren Sprecherin dazu nicht sagen.

Belair Airlines ist eine 2001 aus der Balair hervorgegangene Schweizer Fluggesellschaft mit Sitz in Opfikon ZH. Seit 2009 ist sie ein Tochterunternehmen von Air Berlin. In deren Namen flog sie bisher ab Zürich und Basel hauptsächlich Feriendestinationen um das Mittelmeer an.

Publiziert am 11.01.2017 | Aktualisiert am 11.01.2017
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17 Kommentare
  • Daniel  Roth 11.01.2017
    Schade was passiert ist. Doch Belair könnte sich doch einen anderen Partner suchen, der fairer ist.
  • Peter  Naef aus Hanga Roa
    11.01.2017
    Als ehemaliger Balair/Belair Mitarbeiter bin ich traurig ueber diese Mitteilung.Ich wuensche meinen Ex Kollegen das Allerbeste und hoffe es findet sich eine akzeptable Loesung.
  • H.  Potter aus Zürich
    11.01.2017
    Ich fliege seit Jahren nur noch mit den Asiatischen und Arabischen Gesellschaften. Top Preis-Leistung, Top Bedienung. Flugzeuge der neusten Klasse. Da können die Europäer nicht mithalten.
    • Thomas  Maeder 11.01.2017
      Zürich - Berlin in 18 Stunden mit Umsteigen in Doha, keine schlechte Idee.
  • Fleissiger  Büezer 11.01.2017
    Mit einem "nicht in der Lage zu fliegen" empfehlen sich die Mitarbeiter sicher für eine künftige Anstellung. Also genau die würde ich dann auch einstellen ... Man kann sich ja auch grad selber disqualifizieren, so sieht ein potentieller Arbeitgeber wenigstens grad das wahre Gesicht des künftigen Mitarbeiters.
    • Thomas  Maeder 11.01.2017
      Wenn sie die ganze Nacht nicht geschlafen haben, weil sie gestern erfahren haben, dass ihr Unternehmen quasi per sofort dicht macht, ist es nur richtig, wenn die Piloten sich dienstunfähig melden. Oder möchten Sie mit jemandem in diesem Zustand fliegen?
  • Alex  Müller aus Thalwil
    11.01.2017
    Ich glaube nicht an einer Rettung der Belair - ausser die Belair übernimmt allen miesen Bedingungen der Air Berlin.

    Seit die Swiss zur Lufthansa gehört ist es vorbei mit CH-Fliegerei.

    Am wenigsten verstehe ich warum die UBS gerettet wurde und die Swissair nicht.

    Es bestätigt sich wieder; wer viel verdient, wird später noch mehr verdienen - egal ob gut oder mies gearbeitet.
    • Thomas  Maeder 11.01.2017
      Die UBS kann mittlerweile wieder eigenwirtschaftlich geschäften, das hätte die Swissair nicht gekonnt. Das Geschäftsmodell von Swissair mit diversen zusammengekauften Mini-Airlines über halb Europa hat nicht funktioniert. Ohne einen Konkurs konnte man das nicht mehr auflösen, dafür waren die Verbindlichkeiten einfach viel zu hoch und zu unüberschaubar. Traurig, aber es ist so. Schuld ist nicht die UBS, sondern die ehemalige Konzernführung rund um Philipp Bruggisser.
    • Peter  Marthaler aus Chur
      11.01.2017
      Überbezahlte Jobs traf auch bei der Swissair zu - Da sehe ich keinen Unterschied zur UBS!
      Es gibt noch die Helvetic Airways, Germania Flug AG (die Deutsche Germania ist Minderheitsbeteiligte) und die ganz spezielle Zimex Aviation.