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Ex-UBS-Händler Kweku Adoboli soll auch Jobs verzockt haben. (Keystone)
LONDON - Das dürfte seinen ehemaligen Kollegen sauer aufstossen. Laut dem UBS-Finanzchef musste die Bank wegen Adobolis Fehlspekulationen 550 Stellen streichen und den Boni-Pool kürzen.
Mit unautorisierten Handelsgeschäften bescherte der Ex-UBS-Händler Kweku Adobli der UBS vor gut einem Jahr 2,3 Milliarden Dollar Verlust.
Das hätte auch für die Mitarbeiter Folgen gehabt, sagte gestern UBS-Finanzchef Tom Naratil vor Gericht, wie die «Financial Times» und «Bloomberg» schreiben.
Die Bank, so Naratils Vorwurf, hätte wegen Adobolis Fehlspekulationen 550 Stellen streichen und den Bonus-Pool für die Mitarbeitenden des Investmentbanking um 60 Prozent kürzen müssen.
Naratil wurde per Video aus New York in die Gerichtsverhandlungen nach London zugeschaltet. Adobli ist dort wegen mehrfachen Betrugs und Fälschung angeklagt.
Wie viele Jobs der ehemalige Mitarbeiter ganz genau auf dem Kerbholz hat, sei schwierig zu beziffern, räumte der UBS-Topmanager ein. Aber, so Naratil: «Wenn sie 2,3 Milliarden US-Dollar verlieren, müssen sie mehr Personal abbauen.»
Die Milliarden-Verluste sei «ein Grund, aber nicht der einzige» gewesen, der bei der Kürzung des Bonus-Pools eine Rolle spielte.
Adoboli für den Verlust von 550 Arbeitslpätze verantwortlich zu machen, sei «unfair», widerspricht sein Verteidiger Charles Sherrard. Die UBS habe im Vorfeld des Handelsskandals ein grosses Sparprogramm angekündigt, das den Abbau von 3'500 Stellen vorsah. (cst)
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