Abgas-Bschiss Schweizer Bundesanwalt ermittelt nun selber gegen VW und Amag

BELLINZONA - Die Bundesanwaltschaft (BA) muss eine Strafuntersuchung gegen Volkswagen, Amag sowie die Organe und Angestellten der Amag eröffnen. Sie darf die rund 2000 Schweizer Strafanzeigen nicht wie geplant an Deutschland überweisen. Das hat das Bundesstrafgericht entschieden.

VW und Amag unter der Lupe: Bundesanwalt ermittelt in Abgas-Skandal play

Bei der Amag in Dübendorf: Werkstattchef Ueli Portmann führt das Software-Update eines VW Amarok mit EA189-Diesel-Motor durch (Februar 2016).

Keystone

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Das Bundesstrafgericht gab der Beschwerde eines Rechtsanwalts im Namen von 596 Personen Recht, wie aus einem heute veröffentlichten Urteil hervorgeht.

Bis Ende März 2016 waren bei der Bundesanwaltschaft und den jeweiligen kantonalen Staatsanwaltschaften rund 2000 Strafanzeigen gegen VW und die VW-Generalimporteurin Amag wegen Betrugs und unlauteren Wettbewerbs eingegangen, nachdem im Herbst zuvor der Abgas-Skandal publik geworden war.

Die Bundesanwaltschaft ersuchte Mitte April die Staatsanwaltschaft in Braunschweig um Strafübernahme. Diese übernahm die Fälle. Im Fall der Amag verfügte die BA Nichtanhandnahme. Sie begründete dies damit, dass im Hinblick auf die mögliche Täterschaft in der Schweiz überhaupt keine konkreten Hinweise vorlägen, die für einen irgendwie gearteten Anfangsverdacht genügen könnten.

Dagegen wehrten sich Konsumentenschützer und Betroffene und legten Beschwerde ein. Wenn der Verdacht auf strafrechtlich relevantes Verhalten vorliege, so seien die Behörden zu Untersuchungen verpflichtet, argumentierte etwa die Stiftung für Konsumentschutz (SKS). Dies sei umso unerlässlicher, als es auch in der Schweiz zahlreiche Opfer gebe.

Zudem agiere die Amag in der Schweiz als VW-Generalimporteurin: Eine Mitwisser- oder Mittäterschaft lasse sich bei dieser Funktion nicht einfach kategorisch ausschliessen.

Das Bundesstrafgericht gab den Einsprechern nun Recht. Einzig das Strafverfahren gegen Organe des Volkswagen-Konzerns als natürliche Personen darf die BA an Deutschland abtreten. (SDA)

Publiziert am 09.12.2016 | Aktualisiert am 09.12.2016
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9 Kommentare
  • Charly  aus Belp
    10.12.2016
    Bin erstaunt dass erst jetzt etwas gegen diese Betrüger ermittelt wird, ich hatte schon vor dem Skandal div. VWs und sonstige Europäer getestet, sind bei mir alle durchgefallen, habe mich schlussendlich wider für einen Japaner entschieden und bin nur positiv überrascht, die Werksangaben stimmen genau, nur in der Schweiz ist das Problem mit den schlechten Strassen, da benötige ich wegen all den Schikanen und Kreiseli 44 Prozent mehr Energie gegenüber dem Ausland für gleiche km Leistung.
  • Ronald  Schmid aus Miami
    09.12.2016
    Der Abgas Beschiss ist ein Sandkorn verglichen mit dem Hochfinanz Beschiss. Der VW Konzern macht mehrere gute Marken (ich hab mit denen nichts zu tun). Die produzieren wenigstens was, welches bis in die Schweiz viele Arbeitsstellen schafft. Ausserdem sind deren Diesel Super Fahrzeuge. Schade, dass es so gekommen ist, die Autos und VW sind OK. Ich habe kein Problem von diesem Konzern was zu kaufen. Geht es VW schlecht wird die Schweiz auch gross verlieren. Ein bisschen Weitsicht waere gut.
    • Hans  Blattmann 09.12.2016
      Dann erklären Sie ihren Kindern also, dass Betrügen Ok ist und dies toleriert werden soll? Müssten sie ja fast, sonst versteht man mit gesundem Menschenverstand die Welt ja nicht mehr. Übrigens, andere Autobauer bauen besser für weniger und die haben auch viele Angestellte. Und wenn VW hopps geht, werden andere Hersteller mehr Autos bauen und mehr Angestellte benötigen.
    • Ronald  Schmid aus Miami
      09.12.2016
      @Herr Blattmann. Wie gesagt mir gefaellt der VW Konzern aus manchen Gruenden. Schon in meiner Kindheit hatte Spass mit Kaefer. Uebrigens waren wir in den USA auch betroffen mit einem VW Diesel. Der Konzern und der Dealer behandelten uns bestens und dieser Motor, die Kraft bei niederiger Drehzahl, der Verbrauch wie ein Hybride das Beste vom Besten. Ich errachte manchen anderen Beschiss als viel schaedlicher. VW zahlte und zahlt ja ohne Ende. Was wollen Sie mehr?
  • Ro  Be aus Rheintal
    09.12.2016
    es ist echt Lachhaft, alles immer gegen VW, dabei sollte man auch mal die Emil Frey Gruppe unter die Lupe nehmen, denn keiner all dieser vertretenen Marken dort hält das, was im Prospekt versprochen wird.
    Zudem werden immer wieder Motoren angeboten, welche letztendlich der Käufer durch die Strassenverkehrsämter mit Bestrafung bekommt, weil es noch G, sogar F belastete Motoren als NEU gibt. Hier verschliesst man die Augen total!!!!
    • Hans  Blattmann 09.12.2016
      Muss man bei ihrem Kommentar drauskommen? Wenn ein Motor die Energieklasse G hat, dann ist das halt so. Steht dem Käufer ja frei, sich für so ein Modell zu entscheiden. Aber VW verkauft ihre Autos mit einem besseren Energie-Label als es das Auto in Wirklichkeit bietet. Das prellt nicht nur die Natur, sondern auch die Käufer die zu viel bezahlt haben und im Endeffekt auch die Konkurrenten. Und für diesen vorsätzlichen, dreisten Betrug gibts jetzt weltweit aufs Dach. Es wird böse enden.
  • Meyer  Roman aus Aarau
    09.12.2016
    Jetzt können wir ex. VW Fahrer hoffen das was geht.

    Einen Brief bekamen wir von VW, aber keine Entschuldigung nichts.

    Es ist unerträglich das VW seine Kunden Betrogen haben, uns Kunden und Aktionäre die den Mitarbeiter den Lohn zahlen.

    Wir erwarten das wir Kunden dieses Betrugsauto retour geben können.






  • Bruno  Geringer aus Muralto
    09.12.2016

    Warum so ein "Gschiss". Was ist mit dem Flugverkehr und der Industrie. Wer kontrolliert dort?