Abgas-Bschiss Ist nach VW Daimler dran?

Nach Volkswagen ist nun auch Daimler in den USA wegen Manipulations-Verdachts bei Abgaswerten verklagt worden. Der Konzern streitet die Vorwürfe ab.

File picture shows a Mercedes-Benz logo before company's annual news conference in Stuttgart play
Auch gegen Daimler wurde nun eine Klage wegen angeblichen Abgasschwindels eingereicht. Michaela Rehle/Reuters

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Ein Autobesitzer in den USA leitete eine Sammelklage gegen den Autobauer Daimler wegen angeblichen Betrugs bei Abgaswerten ein.

Bei bestimmten Diesel-Modellen überschreite der Ausstoss von Stickoxid (NOx) die gesetzlichen Vorschriften in den USA bei Temperaturen unter zehn Grad Celsius um das 65-fache, heisst es in der am Donnerstag bei einem Bezirksgericht in Illinois eingereichten Klageschrift.

Konzern streitet alles ab

Dem Konzern werden sowohl Verstösse gegen US-Umweltgesetze als auch auch Irreführung von Konsumenten beim Autokauf vorgeworfen.

Daimler streitet die Vorwürfe entschieden ab. «Wir halten die Klage für unbegründet», sagte eine Sprecherin auf Anfrage. Das Unternehmen werde die Unterlagen jetzt prüfen und sich verteidigen.

Auch Mercedes C-Klasse geriet ins Visier

Bei den Anschuldigungen geht es um die Stickoxid-Emissionen von Fahrzeugen mit BlueTec-Dieselmotoren. Wie viele Modelle betroffen sind, blieb zunächst unklar. Bei der Mercedes C-Klasse gab es in der Vergangenheit bereits Vorwürfe der Deutschen Umwelthilfe - zuletzt, nachdem das niederländische Prüfinstitut TNO erhöhte Abgaswerte festgestellt hatte.

Den Einsatz einer speziellen «Defeat Device» genannten Software zum Austricksen von Emissionstests, wie sie Volkswagen beim Diesel-Skandal einsetzte, streitet Daimler ab. Ein Sprecher hatte diesen Vorwurf Anfang Februar als «haltlos» zurückgewiesen.

Tests dauern an

Die US-Umweltbehörde EPA hat Daimler bislang keine Manipulationen vorgeworfen. Bisher richten sich solche Anschuldigungen nur gegen VW. Die Tests von Diesel-Fahrzeugen - auch anderer Hersteller - dauerten jedoch an, sagte eine Sprecherin. Zu der Klage selbst wolle sich die Behörde nicht äussern. (SDA)

Publiziert am 19.02.2016 | Aktualisiert am 14.06.2016
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  • Hans  Blattmann 19.02.2016
    Wenn nun plötzlich die Differenz zwischen Laborwert und reellem Wert als Betrug gilt, muss die USA alle Autohersteller einklagen. Um das zu bewerkstelligen hätte selbst die USA zu wenig Rechtsverdreher. Zurück zur Realität. Momentan sind solche Meldungen einfach heisse Luft und somit das HTML / Papier nicht wert. Denn zuerst müsste sich bei Mercedes nachweisen lassen, dass wie bei VW geschummelt wurde.
  • Werner  Steingruber aus Flawil
    19.02.2016
    nicht jeder stern ist ein guter stern.
  • Bea  Gräub aus Aargau
    19.02.2016
    Jetzt sind die Europäischen Autos dran,die Banken können wir nicht mehr MELKEN,so sieht es doch aus
  • Pius  Tschirky aus Wittenbach
    19.02.2016
    Verstehe das nicht so recht! Die EU hat ja sehr strenge Normen, was die zugesicherten Eingenschaften eines Produktes betreffen und auch deren Sicherheit! Warum war und ist es immer noch möglich Autos zu verkaufen, deren Abgaswerte nicht mal stimmen! Ist schon ein Armutszeugnis! Was macht eigentlich der TÜV?
  • Urs  Schaad aus Zürich
    19.02.2016
    Solange die Arbeiter und die von deren Steuern lebende Politelite bei jeder Abzocke europäischer Firmen, bzw Arbeitsplätze durch die USA entzückt applaudieren und sich dem sozialistischen Bessermenschen näher fühlen, nimmt das kein Ende. Bis das Hirn des Europärs für seine Durchblutung einen konkreten Gegenwert in Form von Denkleistung erbringt, wird es wohl noch ein bisschen länger dauern. Oder ist das gar die neue Volkskrankheit Eurodemenz?