ABB düpiert die Aktionäre Eine Milliarde Boni durch die Hintertür

ABB-Chef Ulrich Spiesshofer präsentierte in London die neue Konzernstrategie und kündigte ein Milliarden schweres Aktien-Rückkaufprogramm an. Ein Teil dieser Aktien soll für Boni-Zahlungen verwendet werden.

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ABB-Chef Ulrich Spiesshofer: «Wir sind gut positioniert in wachsenden Märkten.»

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ABB-Chef Ulrich Spiesshofer (50) lässt keinen Zweifel daran, dass seine Firma in der Weltliga ganz oben mitspielt: «Wir sind gut positioniert in wachsenden Märkten.» Der Schwabe präsentierte in London die neue Konzernstrategie.

Schon im Vorfeld war es zu Bewegungen bei der Aktie gekommen. Freude hatten die Börsianer gestern auch, als Spiesshofer ein Aktien-Rückkaufprogramm in Höhe von 3,75 Milliarden Franken ankündigte. Sauer stösst jedoch auf, dass er ein Viertel dieser Aktien für ein Bonusprogramm nutzen will.

Noch an der Generalversammlung im April erhielten die ABB-Chefs von den Aktionären eine andere Botschaft: Sie lehnten es deutlich ab, neue Aktien für Bonusprogramme in der Teppichetage zu schaffen. Nun versucht es die Konzernspitze durch die Hintertür. Nicht nur die Chefs sollen Boni aus diesem Topf erhalten, sondern rund 26 000 Mitarbeiter. Das soll die Aktionäre besänftigen, sagt ein Beobachter.

Ein ABB-Sprecher lässt ausrichten, dass durch den Aktienrückkauf der Gewinn pro Aktie steige, was dem Aktionär letztlich zugute komme. Bei der Erhöhung des bedingten Aktienkapitals – wie man es an der Generalversammlung vorgeschlagen hatte – hätte es wohl eine leichte Verwässerung gegeben.

Publiziert am 10.09.2014 | Aktualisiert am 10.09.2014
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  • Heinz  Jenni 10.09.2014
    Was war das früher eine Firma. Mit Escher-Wyss zusammen Vorzeigefirmen. Gewerbeschulen machten Besuche, um deren Modernität zu zeigen. Heute werden die Firmen von Einem zum Anderen verkauft. Der Stolz und der Zusammenhalt geht dabei völlig unter. Ich bin froh, gibt es noch die Swatch und die Rolex.
  • Karl  Müller aus Sins
    10.09.2014
    Karl Müller Sins
    Das ist Diebstahl in der heutigen Zeit. Wen wundert`s??
    Die Industrie redet von Geld verdienen, Ich bin mir sicher die NORMALEN Mitarbeiter werden im Lohn gedrückt.
  • Dani  Laroche aus Zürich
    10.09.2014
    Eine grosse Ungerechtigkeit gegenüber den braven Büezern. Aber solange die sich nicht wehren, machen die Bosse halt was ihnen gefällt. Selber schuld.
  • benjamin  sommer 10.09.2014
    Das ist doch ausgemachte Augewischerei. 4Mrd. CHF Eigentum der Aktionäre werden ausgegeben, um den durch Verschulden der Manager schlechten Aktionkurs zu stützen. Wenn man den Aktionären wirklich was Gutes tun wollte, dann würde man entweder die 4 Mrd direkt ausschütten oder nochbesser nachhaltig profitable Substanz schaffen. So verpufft das Geld irgendwo. Von Bonusgeschenk mal ganz zu schweigen! Wer da zustimmt, sollte dringenst unter Vormundschaft gestellt werden.,
  • Peter  Ern , via Facebook 10.09.2014
    Das ein Weltkonzern und dann noch schweizerisch-schwedisch so etwas leisten kann ist total unverständlich. Vor vielen Jahren war ABB mal fast Sfr. 100. wert, dann einmal nicht mal mehr Sfr. 5.. Und jetzt etwas mehr als 20.. Was denken Kleinaktionäre über so eine Firma, auch die Dividendenrendite ist nicht "atemberaubend", knapp 3 Prozent. Was macht diese Firma falsch, alle par Wochen liest man von Millionen-Aufträgen und der Aktienkurs bleibt im Keller!!!
    • Thomas  Stäubli , via Facebook 10.09.2014
      Das ist falsch. Der absolute Höchstkurs der ABB-Aktie lag bei ca. 40 Franken im Jahr 2000. Sie müssen auch allfällige Aktiensplits berücksichtigen. Das ABB ab zu eine Pressemitteilung macht, wenn man einen grösseren Auftrag bekommt, das ist doch normale PR-Arbeit und noch kein zwingender Grund dafür, dass die Aktie durch die Decke gehen muss, es ist eher eine Selbstverständlichkeit. Mit Aufträgen alleine sind die existierenden Gewinnerwartungen noch lange nicht übertroffen.